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Adidas bricht alle Rekorde

(jal) Bei einer Pressekonferenz anlässlich des FIFA World Cup Media Days in Herzogenaurach am 21. Juni berichtete Vorstandsvorsitzender Herbert Hainer über Adidas’ Erfolg hinsichtlich der laufenden Fußball-WM in Südafrika.

Bei einer Pressekonferenz anlässlich des FIFA World Cup Media Days in Herzogenaurach am 21. Juni berichtete Vorstandsvorsitzender Herbert Hainer über Adidas’ Erfolg hinsichtlich der laufenden Fußball-WM in Südafrika.

„Schon nach den ersten zehn Tagen zeichnet sich ab, dass die WM für Adidas ein großer Erfolg ist und wir unsere Ziele im Fußball nicht nur erreichen, sondern übertreffen werden“, sagte der 56-jährige Hainer den rund 100 Journalisten. Er selbst war tags zuvor aus Südafrika heimgekehrt.

Adidas erwarte einen Rekordumsatz im Fußball von „mindestens 1,5 Milliarden Euro und damit einen Zuwachs von mehr als 15 Prozent gegenüber dem letzten Fußball-Rekordjahr 2008“ (1,3 Mrd. Euro). Dies sei gleichbedeutend mit einem Plus von 25 Prozent im Vergleich zum WM-Jahr 2006 (1,2 Mrd Euro).

Bereits im ersten Quartal 2010 stieg laut Hainer der Umsatz mit Fußballprodukten um 26 Prozent. Über 6,5 Millionen verkaufte Replika-Trikots bedeuten mehr als eine Verdopplung der drei Millionen Trikots im Jahr 2006, darunter Bestseller wie Deutschland, Mexiko, Südafrika und Argentinien mit je rund eine Million Stück. Gründe hierfür sah Hainer aus dem Lernprozess aus der WM 2006 im eigenen Land: „Wir haben die Produktion zum Teil nach Griechenland oder in die Türkei verlagert, so dass gewährleistet ist, dass innerhalb von 48 Stunden die Trikots lieferbar sind.“

Der Absatz der Fußballprodukte in Deutschland läge auf dem Niveau der WM 2006 in Deutschland.

Auch der offizielle WM-Ball Jabulani schreibt eine Erfolgsgeschichte: 2010 wird Adidas weltweit mehr Fußbälle verkaufen als je zuvor. Nach Aussage von Markus Baumann, Vice President Adidas Global Football, sind unter den über 20 Millionen verkauften Fußbällen über 13 Millionen „Jabulanis“.

Künftig wird das Herzogenauracher Unternehmen hinsichtlich der Kommunikationsstrategie verstärkt auf digitale Medien, also das Internet, setzen. „Hier ist mittlerweile unsere junge Zielgruppe zuhause, hier können wir sie am ehesten erreichen“, begründete Hainer die Tatsache, dass man „deutlich mehr Gelder als bisher“ investieren wolle. Zurzeit sei der E-Commerce-Umsatz verschwindend gering, Adidas erwarte hier künftig „deutlich größere Wachstumszahlen“. Außerdem setzt Adidas zunehmend auf so genannte Flagshipstores – ein solcher wird demnächst im chinesischen Shanghai eröffnet.

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