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Jack Wolfskin verkauft - Hell geht

(jal) Die US-amerikanische Investmentfirma Blackstone hat den deutschen Outdoorhersteller Jack Wolfskin gekauft. Im Zuge dessen verlässt Geschäftsführer Manfred Hell das Unternehmen „aus persönlichen Gründen“.

deutschen Outdoorhersteller Jack Wolfskin gekauft. Im Zuge dessen verlässt Geschäftsführer Manfred Hell das Unternehmen „aus persönlichen Gründen“.

Blackstone übernimmt das Idsteiner Unternehmen von den bisherigen Gesellschaftern Quadriga Capital und Barclays Private Equity. Die Zustimmung der Kartellbehörden steht noch aus. Über den Kaufpreis haben die Parteien Stillschweigen vereinbart, allerdings will die Financial Times Deutschland (FTD) einen Preis von 700 Millionen Euro erfahren haben. Finanzkreisen zufolge werde der Deal zu rund 500 Millionen Euro mit Krediten finanziert, die Morgan Stanley, Bank of America, Merrill Lynch, UBS und IKB stellen.

Hell hat persönliche Gründe

Jack Wolfskin-Geschäftsführer Manfred Hell trägt den Verkauf an Blackstone nicht mit. Er scheide nach 25 Jahren an der Spitze des Unternehmens „aus persönlichen Gründen“ aus, teilte das Unternehmen weiter mit. Hell veräußert nach Informationen der FTD auch seine Anteile: Der Firmenchef habe Finanzkreisen zufolge rund zehn Prozent an Jack Wolfskin gehalten und streiche nun etwa 70 Millionen Euro ein. Eigentlich sei laut FTD nicht geplant gewesen, dass Hell aussteige. Nach Unternehmensangaben übergibt er Jack Wolfskin in „erstklassigem Zustand“ an die neuen Eigentümer.

Hell äußert sich zu seinem Ausscheiden wie folgt: „Für mich war es eine einzigartige Chance und eine unbeschreiblich erlebnisreiche Zeit, eine damals kleine Firma in einem noch entstehenden Markt führen und zu dem entwickeln zu können, was sie heute ist. Auch wenn der Abschied naturgemäß nicht leicht fällt, ist dies für mich nun ein einschneidender, aber konsequenter Schritt. Ich übergebe das Unternehmen für die weitere Entwicklung in neue Hände und bin mir sicher, dass man den erfolgreichen Pfad in der Zukunft konsistent weiter gehen wird. Ich möchte mich bei meinen Kollegen und Mitarbeitern ganz herzlich für das Vertrauen und die Unterstützung in all den Jahren bedanken.“

Rotation im Vorstand

Mit dem Ausscheiden von Manfred Hell ändern sich auch die Zuständigkeiten im Vorstand von Jack Wolfskin. Christian Brandt verantwortet zukünftig als Chief Operating Officer das operative Geschäft der Marke. Seine Funktion als Chief Finance Officer wird ab dem 1. Oktober von Andreas Klotz übernommen, der das Team mit internationaler Erfahrung verstärkt. Andreas Klotz verantwortete vorher langjährig den Bereich Finanzen bei der Puma AG und war zuletzt in der Geschäftsleitung eines internationalen Unternehmens aus der Fitnessbranche tätig. Markus Bötsch bleibt unverändert Chief Sales Officer und ist für den Vertrieb von Jack Wolfskin zuständig. Bötsch ist seit 1991 im Unternehmen, Brandt seit 1997. Die Position des Geschäftsführers von Jack Wolfskin werde baldmöglichst neu besetzt, kündigt der neue Eigentümer an. „Wir werden die Besetzung in den nächsten Wochen bekannt geben können“, sagt Axel Herberg, Senior Managing Director bei Blackstone in Deutschland.

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