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Wintersteiger blickt auf ein gutes Jahr zurück

(jal) Nachdem sich das Krisenjahr 2009 auch auf die Wintersteiger AG ausgewirkt hatte, meldet sich der oberösterreichische Maschinenbauer mit guten Zahlen für das Geschäftsjahr 2010 zurück. Das Unternehmen verbuchte nach eigenen Angaben im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Konzernumsatz von 93,4 Millionen Euro.

Die Exportquote lag 2010 bei 88,4 Prozent. Für das Führungstrio der Wintersteiger AG (Markus Piber, Marketing und Vertrieb, Roland Greul, Finanzen, Walter Aumayr, Technik) ist das Ergebnis durchaus respektabel, aber noch lange nicht das Ende der Entwicklung. Finanzvorstand Roland Greul sagt dazu: „Unser Ergebnis ist gut, aber wirklich zufrieden sind wir erst dann, wenn wir unsere Stärken wirtschaftlich noch besser nutzen und unsere strategischen Möglichkeiten voll ausschöpfen.“ Wintersteiger ist mit den drei Divisionen Sports, Seedmech und Woodtech international in unterschiedlichen Zielmärkten engagiert. Damit sei das Unternehmen krisensicherer aufgestellt als viele andere Maschinenbauer.

Die Entwicklung der drei Divisionen

Mit 45,4 Millionen Euro hat die Division Sports, die mit Gesamtlösungen für den Verleih und Service von Ski und Snowboards am Markt aktiv ist, den größten Umsatzanteil aller drei Divisionen erwirtschaftet. Das resultiere im Wesentlichen aus dem guten Winter 2010/2011 in Europa und den USA und der wirtschaftlichen Regeneration am US-Markt und in Osteuropa. Positiv zum Ergebnis habe auch der zunehmende Trend zu hochwertig ausgestattetem Skiverleih beigetragen. Im Vorjahr hatte die Division noch 43,5 Millionen Euro erwirtschaftet.

Die Division Seedmech agiert in der Feldversuchstechnik und hat das Jahr 2010 mit einem äußerst positiven Ergebnis abgeschlossen. Diese Division habe mit 30 Millionen Euro den höchsten Umsatz ihres Bestehens erzielt. Zu verdanken sei das im Wesentlichen der ausgezeichneten Auftragslage in Nordamerika beziehungsweise den guten Ergebnissen der neuen Tochtergesellschaften in China und Brasilien.

Die Division Woodtech war im Krisenjahr 2009 das größte Sorgenkind bei Wintersteiger. Die Sparte fertigt Maschinen für den qualitativen Holzdünnschnitt, beispielsweise für die Parkettbodenindustrie, sowie für Fenster- und Türenhersteller. Durch den Einbruch der Weltkonjunktur wurden in diesen Branchen wichtige Investitionen zurückgehalten, die aber 2010 teilweise wieder getätigt wurden. Nach Jahren starken Wachstums bekam Woodtech die Auswirkungen der Krise am deutlichsten zu spüren. Erzielte die Division im Jahr 2008 noch einen Umsatz von 21,3 Millionen Euro, so reduzierte sich dieser im Krisenjahr 2009 auf 12,9 Millionen Euro. Im Jahr 2010 konnte der Spartenumsatz wieder auf 17,9 Millionen Euro gesteigert werden.

Mittelfristig 130 bis 150 Millionen Euro Umsatz

Laut Wintersteiger war „eine gesunde Eigenkapitalquote“ mit dafür verantwortlich, dass man so gut durch die Krise gekommen ist. Mit Abschluss des Geschäftsjahres 2010 lag die Eigenkapitalquote im Konzern bei 55,8 Prozent, in der Konzernmutter, der Wintersteiger AG, sogar bei 61,7 Prozent. In den kommenden Monaten starte Wintersteiger mit dem Bau von zusätzlichen Produktions- und Büroflächen am Standort Ried im Innkreis. Mittelfristig peilt die Unternehmensführung nach eigener Aussage eine Umsatzgröße von 130 bis 150 Millionen Euro an. Mit dem Ausbau des Standortes will man die dafür notwendigen Voraussetzungen schaffen.

Mit Stand Ende des Geschäftsjahres 2010 beschäftigt Wintersteiger im Konzern weltweit 616 Mitarbeiter. In der Konzernzentrale in Ried im Innkreis arbeiten 450 Mitarbeiter. Zurzeit befinden sich 48 Lehrlinge in der Ausbildung. Noch in diesem Jahr werden bei Wintersteiger 16 neue Lehrlinge ihre Ausbildung beginnen, teilt das Unternehmen mit.

2011 soll solide werden

Die Vorstände der Wintersteiger AG rechnen mit einem soliden Wirtschaftsjahr 2011. Noch immer gäbe es aber exogene Faktoren, die schwer zu bewerten seien. Bisweilen sei unklar, wie nachhaltig die Erholung der Weltwirtschaft sein wird und wie sich die Entwicklung der Staatsausgaben und Konjunkturprogramme auf die Investitionstätigkeit in den Geschäftsfeldern von Wintersteiger auswirken werden. Das laufende Geschäftsjahr von Wintersteiger ist geprägt von den Um- und Ausbauplänen am Standort Ried im Innkreis und der weiteren Optimierung der Produktions-, Logistik- und Vertriebsprozesse.

Integration von BootDoc im Gange

Zudem ist die Integration des letzten Unternehmenszukaufes bereits voll im Gange. Wintersteiger hat sich im April die Mehrheitsanteile an der BootDoc Handels GmbH in Liezen gesichert hat. Das Unternehmen erzeugt überwiegend Sport-Schuheinlagen und hat im Geschäftsjahr 2009/2010, bei einer Exportquote von 55 Prozent, einen Umsatz von 1,7 Millionen Euro erwirtschaftet. „Gerade mit der Division Sports erwarten wir erhebliche Synergieeffekte und Wachstum. Unser weltweites Vertriebsnetz mit 15 eigenen Niederlassungen und 60 Repräsentanzen sollte die Umsätze von BootDoc bereits kurz- und mittelfristig nach oben schrauben“, sagt Markus Piber über den Zukauf.

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