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Puma beziffert ökologische Auswirkungen seines Geschäfts

(Ast) Das Sportlifestyle-Unternehmen Puma hat erste Ergebnisse einer ökologischen Gewinn- und Verlustrechnung veröffentlicht. Danach machen Gewinnung und Produktion von Rohstoffen den größten Anteil an den Treibhausgasemissionen und am Wasserverbrauch aus.

Puma hat eine ökonomische Bewertung der Umweltauswirkungen durch die Treibhausgasemissionen und den Wasserverbrauch innerhalb der gesamten Wertschöpfungskette vorgenommen.

Umweltbelastung monetär bewertet

Mit den Treibhausgasemissionen und dem Wasserbedarf weise Puma im ersten Teil seiner ökologischen Gewinn- und Verlustrechnung zunächst die wesentlichen Umweltauswirkungen aus. Die finanzielle Bewertung dieser Auswirkungen erfolgte durch die Consulting-Unternehmen PricewaterhouseCoopers und Trucost. Sie bezifferten für die Treibhausgas-Emissionen einen Wert von 66 Euro pro Tonne CO2 und für den Wasserverbrauch durchschnittlich 0,81 Euro pro Kubikmeter verbrauchtes Wasser.

Die Ergebnisse im Überblick

Pumas Umweltauswirkungen beliefen sich unter Einbeziehung der gesamten Wertschöpfungskette im Geschäftsjahr 2010 auf insgesamt 94,4 Millionen Euro, wobei die Treibhausgas-Emissionen mit rund 47 Millionen Euro und der Wasserverbrauch mit 47,4 Millionen Euro beziffert werden. Zu dieser Gesamtsumme trug Pumas Kerngeschäft, bezogen auf die Treibhausgas-Emissionen, mit etwa 15 Prozent sowie 0,001 Prozent vom Wasserverbrauch bei. Das entspricht 7,2 Millionen Euro der bezifferten Gesamtauswirkungen. Die verbleibenden Treibhausgas-Emissionen und der restliche Wasserverbrauch, die in der Summe rund 87,2 Millionen Euro ergeben, entfielen auf Pumas Beschaffungskette.

Rohstoffproduktion belastet am stärksten

Pumas Untersuchungen zeigen, dass die größten Umweltauswirkungen nicht im Kerngeschäft, sondern innerhalb der Beschaffungskette in der Lieferantenebene auftreten, wo Rohmaterialien aus natürlichen Ressourcen gewonnen werden, wie etwa der Anbau und die Ernte von Baumwolle, Viehzucht zur Ledergewinnung und die Produktion von Naturkautschuk. Auf diesen Teil der Wertschöpfungskette entfallen 36 Prozent der gesamten Treibhausgas-Emissionen (16,7 Millionen Euro) und 52 Prozent des Wasserverbrauchs (24,7 Millionen Euro). Das verdeutlicht, dass der höchste Wasserverbrauch bei der Produktion eines T-Shirts bereits auf der Vorstufe anfällt – dem Anbau der Baumwolle.

In den nächsten Schritten wird die Gewinn- und Verlustrechnung um weitere Umweltindikatoren und dann sukzessive um soziale und ökonomische Faktoren erweitert.

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