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Lenzing baut Kapazitäten aus und passt Faserpreise an

(jn) Die Lenzing Gruppe hebt zum Jahreswechsel 2010/11 ihre Faserpreise um mindestens zehn Prozent an. Gleichzeitig hat Lenzing ein Investitionsprogramm von knapp 300 Millionen Euro verabschiedet.

Die Lenzing Gruppe hebt zum Jahreswechsel 2010/11 ihre Faserpreise um mindestens zehn Prozent an. Gleichzeitig hat Lenzing ein Investitionsprogramm von knapp 300 Millionen Euro verabschiedet.

Die Preiserhöhungen können je nach Produkt unterschiedlich ausfallen; sie beziehen sich sowohl auf Textile Fibers als auch auf Nonwoven Fibers. Die zuletzt stark gestiegenen Rohstoffpreise machen diesen Schritt laut Lenzing unumgänglich. Insbesondere die Kosten für Faserzellstoff und Chemikalien zur Herstellung von Viscose-, Modal- und Tencel-Fasern hätten sich erhöht.

Gleichzeitig hat Lenzing ein Ausbauprogramm verabschiedet. Dieses sieht zum einen den Bau der ersten Tencel-Großanlage am Standort Lenzing/Oberösterreich vor. Die Investitionskosten liegen hier bei rund 130 Millionen Euro, die Anlage soll eine Jahreskapazität von rund 60.000 Tonnen aufweisen. Die Behördenverfahren zur Genehmigung der Großanlage laufen demnächst an.

In den Tencel-Standort Mobile/Alabama (USA) investiert Lenzing zudem knapp 30 Millionen US-Dollar. Damit soll die Jahreskapazität des Standortes auf rund 50.000 Tonnen steigen. Außerdem errichtet das Unternehmen eine fünfte Produktionslinie für die Produktion von Viscosefasern bei der indonesischen Tochter South Pacific Viscose (SPV). In Nanjing (China) ist derzeit die zweite Linie in Bau.

Das gesamte Investitionsprogramm soll die jährliche Faserkapazität der Gruppe von aktuell knapp 700.000 Tonnen um rund 25 Prozent anheben. Als Ziel hat sich Lenzing gesetzt, bis 2014 eine Million Tonnen Fasern produzieren zu können. In diese neuen Projekte investiert Lenzing insgesamt rund 285 Millionen Euro. Vorstandsvorsitzender Dr. Peter Untersperger erklärt, dass der globale Textilfasermarkt derzeit gekennzeichnet sei von einem tendenziell steigenden Baumwollpreisniveau und immer größeren Schwankungen der Baumwollmengen; außerdem steige die Nachfrage nach Man-made-Cellulosefasern. „Mit dem Kapazitätsausbau wollen wir unsere führende Kosten- und Marktposition in der Industrie weiter absichern“, sagt Untersberger.

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