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Puma: Sparprogramm belastet Konzerngewinn

(jn) Der Sportartikelhersteller Puma zieht eine durchwachsene Bilanz zum abgelaufenen Geschäftsjahr 2012. Unter dem Strich steht ein konsolidierter Umsatz von knapp 3,3 Milliarden Euro. Der Konzerngewinn sinkt hingegen von 230,1 Millionen Euro auf 70,2.

„Trotz eines anhaltend schwierigen Marktumfelds, vor allem in Europa, konnte Puma eine starke Umsatzentwicklung im vierten Quartal verzeichnen, die uns ermöglicht hat, unsere Umsatzerwartungen für das Gesamtjahr 2012 zu erreichen,“ kommentiert Franz Koch, CEO der Puma SE, die Konzernergebnisse. Die konsolidierten Umsätze seien währungsbereinigt um 4,6 Prozent auf knapp 3,3 Milliarden Euro gewachsen.

Bei einer generell schwachen Entwicklung in Westeuropa (EMEA -0,8%) hätten die Länder Deutschland, Russland und die Türkei starkes Wachstum verzeichnet. Die Region Amerika habe vor allem aufgrund von Nordamerika, Mexiko und Argentinien erfreuliche Ergebnisse geliefert und die Umsätze auf Euro-Basis um 16,6 Prozent auf 1,13 Milliarden Euro gesteigert. Getragen von guten Ergebnissen aus Japan und Indien habe die Region Asien/Pazifik einen Anstieg von 15,3 Prozent auf 841,7 Millionen Euro verzeichnet.

Accessoires mit größtem Plus

Beim Wachstum nach Produktkategorien hatten laut Puma erneut die Accessoires die Nase vorn, mit einem Umsatzanstieg von 20,7 Prozent, auch wenn sie volumenmäßig verglichen mit Schuhen und Textilien den geringsten Umsatzanteil ausmachen. Das Produktsegment Schuhe erwirtschaftete nach Unternehmensangaben ein Plus von 3,6 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro, Textilien erhöhten ihre Umsätze um 11,2 Prozent auf 1,15 Milliarden Euro.

Pumas eigene Einzelhandelsaktivitäten verbuchten ein Wachstum von 21,2 Prozent auf insgesamt 623,9 Millionen Euro. Dies läge zum Teil an der höheren Anzahl der eigenen Einzelhandelsgeschäfte. In Prozent vom Umsatz sei der Anteil der Einzelhandelsumsätze auf von 17,9 Prozent (2011) auf 19,1 Prozent gestiegen. Der E-Commerce-Umsatz wuchs um 16,5 Prozent. Das operative Ergebnis vor Sondereffekten ging laut Puma aufgrund gestiegener Kosten und einer niedrigeren Marge um 12,8 Prozent auf 290,7 Millionen Euro zurück.

Das Transformations- und Kostensenkungsprogramms habe den Konzerngewinn im Jahr 2012 negativ beeinflusst: Er beläuft sich auf 70,2 Millionen Euro im Vergleich zu 230,1 Millionen im Vorjahr.

Ziel: Konzerngewinn deutlich verbessern

Das Puma-Management erwartet, dass die Umsätze im Geschäftsjahr 2013 auf konstantem Niveau zum Vorjahr bleiben werden. Die Umsetzung des Transformations- und Kostensenkungsprogramms werde fortgesetzt, unter anderem mit der Umstrukturierung des Geschäftsmodells in Europa und der Schließung von 90 unrentablen Einzelhandelsgeschäften. Das Jahr 2013 sei deshalb als Übergangsjahr zu betrachten, bevor Puma erneut nachhaltiges und profitables Umsatzwachstum verzeichnen werde. Somit erwarte Puma 2013 einen Anstieg des operativen Ergebnisses vor Sondereffekten im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich. Der Konzerngewinn solle sich „deutlich verbessern“. Bis Ende 2013 will das Unternehmen insgesamt 540 Einzelhandelsgeschäfte betreiben, Ende 2012 waren es 590.

Positionierung als Performance-Marke

Hinsichtlich der Produktentwicklung falle im Jahr 2013 der „Startschuss für einen ganz neuen Ansatz im Sportbereich“: Das Unternehmen will seine Positionierung als Performance-Marke nachhaltig stärken und ausbauen. Dazu diene „die kategeorienübergreifende Markenplattform ‚Nature of Performance‘“. Puma stellte auch sein Sponsoring-Portfolio auf den Prüfstand. Verträge, die nicht mehr unmittelbar zu Pumas Kernkategorien zählen oder unrentabel sind, wurden beendet. In der Kategorie Segeln werde sich Puma 2013 ausschließlich auf die Partnerschaft mit dem America‘s Cup und dem Team Oracle konzentrieren. Über das Jahr 2013 hinaus soll es keine Segelprodukte von Puma mehr geben. Stattdessen sollen Geschäft und Produktsortiment im Bereich Outdoor ausgebaut werden. Auch aus dem Rugby-Sport ziehe sich Puma in Europa zurück, der nach der Saison 2013/14 auslaufende Vertrag mit dem irischen Rugby-Verband IRFU werde nicht verlängert.

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