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Modebranche: Export schuld an Umsatzminus

(jn) Die deutschen Bekleidungshersteller erwarten für das erste Halbjahr 2009 Umsatzeinbußen von 5,2 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2008.

Die deutschen Bekleidungshersteller erwarten für das erste Halbjahr 2009 Umsatzeinbußen von 5,2 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2008.

Dies geht unter anderem aus einer Konjunkturumfrage des Modeverbandes German Fashion hervor. Für das gesamte Jahr 2009 rechnet die Branche mit einem Minus von 5,3 Prozent. Die größten Verluste verzeichnete die Sparte Berufsbekleidung mit einem Minus von 9,6 Prozent.

Klaus Brinkmann, Präsident von German Fashion, wies darauf hin, dass die gewerblichen Abnehmer weniger Berufsbekleidung nachfragen, da sie Kosten reduzieren wollen. Der Absatz von Damen- und Herrenmode sank im ersten Halbjahr um 2,2 Prozent (DOB) beziehungsweise um 3,9 Prozent (Herren).

Verbandspräsident Brinkmann betonte dennoch, dass die Bekleidungshersteller mit der aktuellen Entwicklung in der deutschen Wirtschaft vergleichsweise gut dastehen. Entsprechend beurteilen 70 Prozent der befragten Unternehmen die Umsatzentwicklung trotz Einbußen als „gut bis befriedigend“.

Mitverantwortlich für die Verluste seien rückgängige Ausfuhren – bei rund der Hälfte der Mitgliedsunternehmen sank der Exportanteil. „Die Krise bremst die Nachfrage nach Mode made in Germany in den für uns wichtigen Märkten der EU-15-Staaten“, sagte Brinkmann. In die drei wichtigsten Länder Österreich, Niederlande und Frankreich führten die deutschen Hersteller laut Statistischem Bundesamt 2008 jeweils zwischen zwei und vier Prozent weniger aus als im Jahr 2007. Rund 40 Prozent ihrer Produktion exportieren deutsche Bekleidungshersteller durchschnittlich, schätzt Brinkmann.

Laut German Fashion regen die Absatzschwierigkeiten viele Bekleidungsunternehmen aber auch dazu an, ihre Vertriebsanstrengungen zu intensivieren. Sie nehmen neue Exportmärkte in Angriff, verstärken ihre Werbung und passen teilweise ihre Kollektionen an. Das heißt, sie verkleinern den Umfang und bringen in kürzeren Zeitintervallen neue Kollektionen auf den Markt, um stetig mit neuen Impulsen auf den Verkaufsflächen zu punkten.

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