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Adidas streicht regionale Zentralen – Umsatz sinkt

(jn) Der Adidas Konzern hat im ersten Quartal 2009 einen Umsatzrückgang von zwei Prozent auf 2,577 Milliarden Euro zu beklagen.

Der Adidas Konzern hat im ersten Quartal 2009 einen Umsatzrückgang von zwei Prozent auf 2,577 Milliarden Euro zu beklagen.

„Höhere Einstandspreise, Währungsabwertungseffekte und Restrukturierungskosten haben unsere Ergebnisse beeinträchtigt”, nennt Herbert Hainer, Vorstandsvorsitzender der Adidas Gruppe, die Gründe. Während die Marke Adidas drei Prozent einbüßte, verbesserte sich das Reebok-Segment um ein Prozent, TaylorMade Adidas Golf um zwei Prozent.

Nach Regionen betrachtet schnitt Nordamerika mit einem Minus von sieben Prozent am schlechtesten ab, gefolgt von Asien und Europa mit jeweils sechs Prozent. In Lateinamerika schaffte die Gruppe hingegen ein Plus von 23 Prozent. Das Betriebsergebnis des Konzerns sank um 79 Prozent auf 58 Millionen Euro (2008: 282 Mio.).

Die Adidas-Gruppe rechnet damit, dass der Gesamtumsatz im Geschäftsjahr 2009 währungsbereinigt um niedrige bis mittlere einstellige Prozentpunkte zurückgehen wird. Das Reebok-Segment sollte nach Unternehmensangaben mindestens stabil bleiben, TaylorMade Adidas Golf leicht zulegen. „Wir spüren die Auswirkungen des Konjunkturabschwungs in vielen unserer wichtigen Märkte”, gibt Hainer zu. Gleichzeitig zeigt er sich aber überzeugt, das Unternehmen auf einem langfristigen Wachstumspfad halten zu können.

Daher hat Adidas beschlossen, eine neue Organsiationsstruktur zu schaffen. So wurde in Asien bereits ein gemeinsames operatives Geschäftsmodell für Adidas und Reebok geschaffen, welches nun auch in Europa eingeführt wird. Ziel der Neuausrichtung ist, gemeinsam die Stärken der Gruppe bei den Handelspartnern und in sämtlichen Back-Office-Funktionen zu nutzen. Zudem reduzierte der Konzern die Mitarbeiterzahlen bei Reebok, Rockport und TaylorMade Adidas Golf. Nächster Schritt der Restrukturierung ist die Abschaffung der regionalen Zentralen in Europa und Asien. Statt dieser will der Konzern die direkte Zusammenarbeit zwischen dem globalen Team und den Märkten betonen. Eine speziell ausgerichtete Global Retail Organisation unter der Leitung eines Chief Retail Officer soll das wachsende Einzelhandelsgeschäft unterstützen. Das Großhandelsgeschäft soll unter der Leitung eines Chief Sales Officer ebenfalls konsolidiert werden. Mit diesen Maßnahmen will die Gruppe Kosten von mehr als 100 Millionen Euro jährlich einsparen.

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