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Mehr Rechte im Onlinehandel: Asics erlaubt seinen Händlern die Nutzung von Preissuchmaschinen und eröffnet "erweiterte Optionen" für den Verkauf auf Drittplattformen (Foto: Screenshot Homepage Asics)

Asics reformiert Vertriebspolitik

Im vergangenen Jahr hatte Sportartikelhersteller Asics eine Rüge vom Bundeskartellamt einstecken müssen – nun justieren die Japaner nach und präsentieren eine Neufassung der Vertriebsrichtlinien für Europa. So sollen Händler zum Beispiel Preissuchmaschinen nutzen dürfen.

In der 2011 eingeführten Erstfassung wurde den Händlern der unterstützende Einsatz von Preisvergleichsmaschinen und der Vertrieb über Online-Marktplätze untersagt – was das Bundeskartellamt als unzulässige Wettbewerbsbeschränkungen monierte.

Wie Asics mitteilt, soll die überarbeitete Fassung "kundenorientiert" sein und Veränderungen der Handelslandschaft berücksichtigen, in der der Anteil des Onlinehandels in den meisten europäischen Märkten in den letzten Jahren – so wörtlich – rasant gestiegen ist. Zahlreiche stationäre Händler hätten ihr Serviceangebot um Onlinepräsenzen erweitert und würden so dem Kunden ein alternatives und gleichzeitig qualitatives Einkaufserlebnis auf digitaler Basis bieten. 

Die wichtigsten Änderungen im Überblick:

Durch die Reduzierung auf die zwei Kanäle online und stationär soll der Qualifizierungsprozess für Asics-Händler vereinfacht werden. "Um sicherzustellen, dass Kunden zu jeder Zeit und jedem Ort, wo sie Asics-Produkte kaufen, dasselbe Qualitätsniveau von Beratung und Service vorfinden, wird jeder stationäre Laden und jedes Online-Geschäft unabhängig voneinander eingestuft", heißt es wörtlich. Die Einstufung in die verschiedenen Level erfolgt durch einen überarbeiteten Kriterienkatalog und soll festlegen, welche Produkte im jeweiligen stationären Laden oder im Onlinegeschäft verkauft oder vertrieben werden können.

Für Onlinehändler sieht die neue Vertriebspolitik darüber hinaus vor, dass künftig Preissuchmaschinen eingesetzt werden können. Zudem beinhaltet sie "erweiterte Optionen und Leitlinien" hinsichtlich des Verkaufs über Drittplattformen und der Nutzung des Asics-Markenzeichens im Rahmen der Onlinewerbung.  

Die Einführung der Neufassung startete am 1. Januar, bis 1. Dezember 2015 sollen die neuen Richtlinien vollständig umgesetzt sein.  

Im Dialog mit dem Bundeskartellamt

Wie Asics betont, stehe man im steten Dialog mit dem Bundeskartellamt, um so sicherzustellen, dass die Inhalte des Systems mit den regulativen Anforderungen der Wettbewerbsbehörde vereinbar sind. Die Änderungen im neuen System seien in Übereinstimmung mit den Vorgaben des Bundeskartellamtes vorgenommen und im Vorfeld der Einführung dem Bundeskartellamt vorgestellt worden.  

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