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Asics stellt Nachhaltigkeitsstrategie bis 2015 vor

(jn) Der japanische Sportartikelhersteller Asics stellt eine neue Nachhaltigkeitsstrategie bis 2015 vor. Deren Basis ist eine Forschungspartnerschaft mit dem Massachusetts Institute of Technology (MIT), die bereits seit August 2010 läuft.

Laut Asics ist diese „die erste und bisher einzige Initiative ihrer Art eines Sportschuhherstellers“. Ziel des Nachhaltigkeitskonzeptes ist die Reduzierung von CO2 bei der Produktion von Sportschuhen.

Im Rahmen des Projekts haben die Wissenschaftler die CO2-Emissionen innerhalb der gesamten Wertschöpfungskette gemessen. Besonderes Gewicht lag dabei auf der Produktion, da hier die Umweltauswirkungen besonders hoch seien. Folgende Projektziele haben die Partner festgelegt: 1. Messung und Analyse der CO2-Emissionen auf der gesamten Wertschöpfungskette, 2. Untersuchung von Verfahren zur CO2-Vermeidung in der Produktion und Vorschläge zur Optimierung.

Messergebnisse als Basis

Die Analyse der GEL-Kayano 17-Produktion habe bis dato ergeben, dass: 1. ein Paar Laufschuhe zirka 14 Kilogramm CO2 entlang seiner Wertschöpfungskette erzeugt, 2. Materialbeschaffung und Produktion dabei die größte CO2-Belastung erzeugen, 3. zirka 68 Prozent der CO2-Belastung in der Produktion entstehen, 4. ein Paar Sportschuhe im Schnitt rund 65 Komponenten und rund 360 Produktionsschritte erfordert.

Aufgrund der Untersuchungen des MIT hat sich Asics für folgende Strategien entschieden: 1. Konsolidierung von Sohlenkomponenten, 2. Konsolidierung der Komponenten des Oberschuhs, 3. Verwendung leichterer Materialien, 4. Optimierung von Sohlenmaterial und -verarbeitung, 5. weitgehende Verwendung von recycelten Materialien, 6. Eliminierung von Komponenten, 7. Reduzierung der Verpackung.

CO2-Ausstoß verringern

Zu den drei Hauptzielen des Asics-Nachhaltigkeitskonzepts gehört die Verringerung der Treibhausgase (CO2) um zehn Prozent, bezogen auf Unternehmensstandorte, Schuhproduktion und Transport. Zudem soll das Chemikalienmanagement kontinuierlich verbessert und innovative nachhaltige Produktionsprozesse sollen erforscht und entwickelt werden.

Konkret will Asics unter anderem branchenrelevante Umweltindikatoren und globale Bewertungsstandards einführen und den Anteil umweltfreundlicher Produkte auf 35 Prozent des Gesamtumsatzes erhöhen (Zieldatum: Geschäftsjahr 2013, Zielmarkt: Japan).

In der Materialbeschaffung will der Schuhhersteller auf umweltfreundliche Materialien setzen sowie innovative nachhaltige Materialien erforschen und entwickeln. Im Produktionsprozess sollen CO2, Wasser und Abfall bei direkten Zulieferern um zehn Prozent pro Paar Schuhe (im Vergleich zu 2009) reduziert werden. Umweltfreundliche (wasserlösliche) Klebstoffe sollen in mindestens 60 Prozent des Produktionsvolumens Anwendung finden.

Bei Verpackung und Transport legt Asics Wert auf die Gewichtsreduktion und Verwendung recycelter Verpackungsmaterialien. Zudem soll der CO2-Ausstoß sinken, indem Distributionsläger konzentriert werden. Der Konsolidierungsgrad von Frachtgutcontainern (bei Anlieferung nach Japan) soll auf mindestens 85 Prozent steigen.

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