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Sport 2000 International trifft sich in Zürich

(jal) Gastgeber der diesjährigen Sport 2000 International Generalversammlung war in diesem Jahr die Sport 2000 Schweiz – Ende April traf man sich in Zürich.

Bei der Generalversammlung präsentierten zunächst Kollegen aus der Türkei das erste Sport 2000-Geschäft in Diyarbakır im Südosten des Landes. Vertreter aus Griechenland und Bulgarien berichteten ebenfalls über Geschäftserfolge. „Die Sport 2000 setzt konsequent den Erfolgsweg in Europa fort, bestärkt durch unseren Banner, das unserer Stellung als Nummer zwei unter den weltweiten Verbundgruppen des Sportfachhandels das unverwechselbare Gesicht gibt“, sagte Sport 2000 International-Geschäftsführer Wolfgang Schnellbügel. Ihm zufolge könne Sport 2000 International für das Jahr 2011 einen Umsatz von rund fünf Milliarden Euro in 25 europäischen Ländern aufweisen. 3.520 Sportgeschäfte seien Partner der Sport 2000. Dabei konnte die Verbundgruppe laut Schnellbügel ihren Marktanteil von 13,8 Prozent behaupten, 42 neue Partner habe man 2011 gewinnen können.

Außerdem veröffentlichte der Sport 2000 International-Geschäftsführer folgende Zahlen: „Zum 31. Dezember 2011 bewirtschafteten alle Lizenznehmer in ihren Geschäften mit 35.000 Mitarbeitern eine Verkaufsfläche von 1,595 Millionen Quadratmetern. Dabei lag die Durchschnittsgröße eines Fachgeschäfts bei 453 Quadratmetern Verkaufsfläche mit einem Umsatz von 1,42 Millionen Euro. Das entspricht in etwa einem durchschnittlichen Umsatz von 3.700 Euro pro Quadratmeter bei einem statistischen Mitarbeiterstab von rund zehn pro Geschäft. 600 Unternehmen machen Sport 2000 Rent zu einem der größten europäischen Skiverleih- und Wintersportanbieter.“

Konzentration auf große Marken

Die Zusammenarbeit zwischen der Verbundgruppe und den internationalen Marken laufe nach Sport 2000-Darstellung weiterhin reibungslos. An erster Stelle stehe dabei die Kooperation mit der Adidas-Gruppe mit ihren Marken Adidas, Reebok und TaylorMade, gefolgt von der Amer-Gruppe (Salomon, Wilson, Atomic) sowie Asics und Puma. Zudem nutzte Adidas die Generalversammlung der Gruppe in Zürich, um bei einer Rundfahrt am Zürichsee die Erfolge der Kooperation mit Sport 2000 in den Jahren 2009 bis 2012 zu analysieren. Beide Partner bereiteten sich auf eine weitere Zusammenarbeit in den Jahren 2013 bis 2016 vor.

Sport 2000 International wolle sich nach den Worten Schnellbügels weiterhin um den markteffizienten Ausbau der Exklusivmarken kümmern, wobei hier der Schwerpunkt auf der Outdoor-Eigenmarke High Colorado liegen werde. Außerdem will die Verbundgruppe im kommenden Jahr die Zahl der Mitgliedsgeschäfte erhöhen, die sich dann unter dem einheitlichen Sport 2000-Banner präsentieren und dessen CI in die Praxis umsetzen sollen. Wolfgang Schnellbügel: „Bisher sind bereits mehr als 750 Geschäfte in Europa Bannergeschäfte.“

Rudolf wirbt für Freetail

Andreas Rudolf, Geschäftsführer von Sport 2000 Deutschland und stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender von Sport 2000 International, plädierte anschließend an seine Länderkollegen, innerhalb der Gruppe zu mehr verbindlichen gemeinsamen Einkaufslösungen zu kommen. Hier müssten die bereits vorhandenen Kooperationsinstrumente stärker genutzt werden, um die Zusammenarbeit mit der Markenartikelindustrie mit festen und verbindlichen Bestell- und Abnahmekonditionen zu stärken. Die Generalversammlung beauftragte dabei Geschäftsführung und Vorstand, entsprechende Vorschläge für eine solche neue Verbindlichkeit im Geschäft mit den A-Brands vorzulegen.

Rudolf stellte zudem das von ihm und Sport 2000 Deutschland entwickelte Freetail-Programm vor. Dieses Modell sei dazu geeignet, eine Antwort auf die Frage zu finden: „Wie bekommen wir in unsere Vielfalt mehr Einheit?“. Das Kooperationskonzept hat dabei zum Ziel, die Schlagkraft der Einzelhändler gegenüber Markt und Herstellern zu stärken, indem mit verbindlichen Vereinbarungen die betriebswirtschaftlichen Kennziffern entscheidend verbessert werden. Für dieses Programm seien zurzeit in Deutschland 154 Mitgliedsunternehmen ausgewählt, von denen bereits mehr als 80 eine feste Zusage gegeben hätten, so genannte Freetailer zu werden.

In diesem Konzept sei auch die Möglichkeit eines eigenen Outlet-Centers integriert.

Outlet in Wien und Neuwahlen

Sport 2000 Österreich hat es bereits vorgemacht: Anfang April eröffnete sie in Wien Österreichs größtes Outlet für Sportartikel. Mit mehr als 50.000 Artikeln von 50 Marken auf 2.500 Quadratmetern Fläche biete es einen neuen Service für die Sport 2000-Händler. In dem Sportmarken-Outlet werden laut Geschäftsführer Holger Schwarting Artikel aller Marken aus den Retouren der Händler zu einheitlichen Rabatten von 30, 50 oder 70 Prozent verkauft. Den österreichischen Sport 2000-Händlern biete das Outlet-Center die Gewähr dafür, dass sie immer mit ganz neuer Ware in die Saison starten könnten, da sie die saisonalte Ware zu gemeinsam vereinbarten Konditionen in das Outlet liefern könnten, sagte Schwarting.

Die in Zürich turnusmäßig fälligen Neuwahlen hatten folgendes Ergebnis: Sport 2000 International GmbH: Aufsichtsratsvorsitzender Holger Schwarting, Sport 2000 Österreich; Stellvertreter: Andreas Rudolf, Sport 2000 Deutschland, Hans Peter Rasmussen von Sport Denmark A/S, Frédéric Dekeyser von Sport 2000 Frankreich, Jan van de Wouw, Eutreco Divisie Sport Niederlande, Marius Rovers, eMeneM, Niederlande, und die Juristen Ulrich Kohli und Guido Urbach von Kohli & Partner.

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