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Rainer Pichler, CEO der Calida-Gruppe, der Mutter der Millet Mountain Group

Millet Mountain Group steigert Umsatz und Gewinn

Die Millet Mountain Group mit den Marken Millet, Eider und Lafuma konnte ihre Erlöse im ersten Halbjahr 2016 um elf Prozent auf 40,8 Millionen Euro steigern. Der operative Gewinn wuchs in diesem Zeitraum um 43,5 Prozent auf 4,5 Millionen Euro.

Die Marken hätten unter dem warmen Winter 2015/16 gelitten, teilt die Muttergesellschaft Calida mit. Die Hauptmarke Millet habe die Erlöse trotzdem um 10,9 Prozent im Jahresvergleich erhöhen können. Auch Lafuma sei erstmals seit der Übernahme durch die Calida-Gruppe zweistellig gewachsen, das Umsatzplus betrage hier 20,6 Prozent. Nur die Marke Eider hat laut Calida als Skispezialist wegen der unvorteilhaften Wetterbedingungen einen Umsatzrückgang von 3,2 Prozent hinnehmen müssen. Insgesamt stuft Calida den Geschäftsverlauf der Tochtermarken als im Rahmen der Erwartungen liegend ein.    

Zurückhaltende Vororder

Die Stabilisierung der Millet Mountain Group sei jedoch noch nicht abgeschlossen. Die Calida-Gruppe werde weiter in die Vertriebsorganisation, in die Internationalisierung und in die Positionierung der Marken investieren müssen. Wie prognostiziert, hätten sich die negativen Vorzeichen für die wesentlich umsatzstärkere zweite Jahreshälfte bestätigt. Aufgrund der unbefriedigenden Abverkäufe der Handelskunden im vergangenen Winter seien deren Lagerbestände in diesem sehr saisonalen Geschäft hoch. Entsprechend zurückhaltend seien die Bestellungen in diesem Frühjahr für die Herbst-/Winterkollektion 2016 erfolgt. Die Vororder liege deshalb unter dem Vorjahr. Das Management entwickele aktuell Maßnahmen, um dies auszugleichen.  

Schwerpunkt organisches Wachstum

In der Berichtsperiode habe die Calida-Gruppe ihre Beteiligung an Lafuma um weitere 11,63 Prozent auf 71,55 Prozent aufstocken können, womit die qualifizierte Mehrheit am französischen Sportbekleider sichergestellt sei. Am 1. April hat Reiner Pichler die operative Führung der Calida-Gruppe mit dem Auftrag übernommen, die Strategie verstärkt auf das organische Wachstum der Marken der Gruppe auszurichten. Zuvor waren die Schweizer auf Akquisitionskurs.      

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