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v.l.n.r.: Im September 2014 übernahm Harold Kostka die Aufgaben des Finanzvorstandes/CFO. Mit Vorstandsvorsitzendem/CEO Reiner Thalacker und Technikvorstand/CTO Christian Rauscher ist die Konzernführung komplett (Foto: Wintersteiger)

Wintersteiger muss Umsatzrückgänge hinnehmen

Der 2014er-Konzernumsatz der Wintersteiger-Gruppe liegt mit 135,8 Millionen Euro um 4,3 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Die Bilanzsumme der Gruppe wurde 2014 um 4,3 Prozent auf 113,9 Millionen Euro reduziert, die Eigenkapitalquote nähere sich der 50 Prozent-Marke.

Der Spezialmaschinenbauer begründet den Umsatz-rückgang mit einem Großauftrag, den die deutsche Tochter Kohler Maschinenbau GmbH im Jahr 2013 verbuchte. 2014 fiel der Umsatz bei Kohler im Vergleich zu 2013 im niedrigen zweistelligen Bereich geringer aus. Auch im Bereich Sports hinterließen der in den Nordalpen schneearme Winter der Saison 2013/14 sowie die Russlandkrise ein Umsatzminus von rund vier Prozent. Sports ist die umsatzmäßig größte Business Unit in der Unternehmensgruppe.

Wintersteiger gliedert sich in die fünf Geschäftseinheiten Sports, Seedmech, Woodtech, Metals (Kohler Maschinenbau GmbH in Lahr) und Automation (VAP Gruber Automations GmbH in Mettmach). Die zunehmende Sättigung der Märkte in den Geschäftsbereichen Sports und Woodtech erfordere laut CEO Reiner Thalacker eine „Anpassung der Organisationsstruktur in Ried.“ Die Geschäftsfelder Sports, Seedmech und Woodtech würden für die notwendige Marktorientierung beibehalten. Darüber hinaus will die Wintersteiger AG Synergien in der Marktbearbeitung und Produktentwicklung nutzen, um dem steigenden Kostentrend entgegenzuwirken. Dazu werden die drei Geschäftsfelder in Zukunft von einem Gesamtvertriebsleiter geführt. Dieser übernehme auch das Produktmanagement. Die geänderte Organisationsstruktur bleibt im Vorstandsbereich von CEO Reiner Thalacker und werde im laufenden Geschäftsjahr umgesetzt.

Das Geschäftsjahr 2015 werde im Umsatz – abgesehen von der Akquisition der Paul Ernst Maschinenfabrik GmbH, die 2015 vollkonsolidiert wird – „nicht wesentlich stärker werden als 2014“, kündigt Thalacker an. Das Geschäftsfeld Sports sei derzeit nur knapp unter Budget. Auf der Ergebnisseite erwartet Wintersteiger eine Verbesserung zum Vorjahr – positiv beeinflusst durch den Wegfall von Sondereffekten und die für Wintersteiger als Exporteur vorteilhafte Euroschwäche.    

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