sport+mode
Puma hat im letzten Jahr bilanzseitig die eigenen Erwartungen erfüllt (Foto: Puma)

Puma sieht sich am Wendepunkt

Sportartikelhersteller Puma hat heute seine endgültigen Ergebnisse für das Jahr 2014 bekannt gegeben. Demnach konnten die Herzogenauracher beim Konzernergebnis deutlich zulegen. Die Umsätze lagen in etwa auf Vorjahresniveau. In Zukunft will die Marke ihren Fokus stärker auf Frauen als Zielgruppe legen.

Beim Konzernergebnis verbesserte sich Puma von 5,3 Millionen Euro im Vorjahr auf 64,1 Millionen Euro im Jahr 2014 – auch, weil Puma keine Sondereffekte im Jahr 2014 zu verbuchen hatte. Im Vorjahr fielen noch Sondereffekte in Höhe von 129 Millionen Euro an. Die konsolidierten Umsätze stiegen währungsbereinigt um 3,3 Prozent auf rund drei Milliarden Euro an. In der Berichtswährung Euro entsprach dies einem leichten Rückgang um 0,4 Prozent.  

Das operative Ergebnis (EBIT) nach Sondereffekten hat sich im Gesamtjahr 2014 von 62,5 Millionen auf 128,0 Millionen Euro verbessert. Pumas Finanzergebnis hat sich in 2014 von minus 8,7 Millionen Euro auf minus 6,2 Millionen Euro minimiert. 

Zum währungsbereinigten Umsatzzuwachs hätten alle Regionen beigetragen, teilte Puma mit. In EMEA erhöhten sich die Umsätze währungsbereinigt um 1,3 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro. In der Region Amerika legte Puma eigenen Angaben zufolge währungsbereinigt um 6,7 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro zu.

Bei den Produktkategorien gab es Gewinner und Verlierer: Die Umsätze im stärksten Segment Schuhe gingen um 2,4 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro zurück. Die Umsätze mit Textilien erhöhten sich währungsbereinigt 7,6 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro. Accessoires legten um 9,3 Prozent auf 586 Millionen Euro zu.  

"Auf dem richtigen Weg"

Puma sieht sich nach einer schwierigen Zeit insgesamt auf einem guten Weg. „Im zurückliegenden Geschäftsjahr 2014 haben wir weitere Fortschritte bei allen unseren wichtigsten strategischen Maßnahmen erzielt, um die Trendwende in der Geschäftsentwicklung einzuleiten“, sagte Puma-CEO Björn Gulden. Und weiter: „Wir wissen, dass die Trendwende bei Puma noch etwas Zeit benötigen wird, aber 2014 markiert einen Wendepunkt. Das Jahr 2015 wird unserer Auffassung nach zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“

Mit einem verbesserten Produktangebot arbeite man zusammen mit den Handelspartnern daran, die Qualität der Umsätze zu steigern. Außerdem habe man damit begonnen, die IT-Infrastruktur und operativen Prozesse zu optimieren. Für das Gesamtjahr 2015 erwartet Puma einen währungsbereinigten Anstieg der Umsatzerlöse im mittleren einstelligen Prozentbereich, wobei im ersten Halbjahr mit Umsätzen auf Vorjahresniveau und im zweiten Halbjahr mit einem Umsatzwachstum gerechnet wird.

Die im letzten Jahr eingegangene Partnerschaft mit Rihanna als Markenbotschafterin und Kreativakteurin soll Ausdruck eines gestiegenen Fokus auf die Zielgruppe der Frauen sein. Rihanna werde „mit ihrer modernen und unkonventionellen Herangehensweise an die Themen Sport, Fitness und Lifestyle“ ab Frühjahr/Sommer 2016 direkten Einfluss auf die Damenkollektionen nehmen, heißt es.            

Verwandte Themen
Intersport Umsätze Oktober Outdoor Wintersport Freizeitmode Winter
Intersport: Oktoberumsätze leiden unter Wärme und weniger Verkaufstagen weiter
Garmin Umsatz drittes Quartal Umsatzplus Prognose
Garmin: Umsatzplus im dritten Quartal weiter
Puma Umsatz Quartal Prognose
Puma: Umsatz ist besser als erwartet weiter
Schwan-Stabilo Umsatz Geschäftsjahr Outdoor
Schwan-Stabilo steigert Jahresumsatz weiter
Sport 2000 Umsatz September Outdoor
Sport 2000: September-Minus durch Sondereffekt weiter
Erima Logistikzentrum Bau Wolfram Mannherz
Erima: Bau des Logistikzentrums geht voran weiter