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Kim Roether

Intersport verbucht ein Prozent Umsatzplus zum Halbjahr

Die Mitglieder des Heilbronner Händlerverbunds konnten ihre Erlöse im ersten Halbjahr um gut ein Prozent steigern. Wachstumstreiber waren die Segmente Outdoor (plus drei Prozent) und Teamsport (plus 13 Prozent). Vorstandsvorsitzender Kim Roether und Vorstand Jochen Schnell teilten dies auf der OutDoor-Pressekonferenz mit

„Durch den schwachen Winter waren unsere Händler bereits zu Beginn des Jahres unter Druck. Die Trendwende ist uns im Frühjahr gelungen, wenngleich der Sondereffekt der Fußballeuropameisterschaft erst recht spät eingesetzt hat“, erklärte Roether.  Das Premium-Produkt DFB-Trikot sei so früh wie nie einem unglaublichen Preisdruck ausgesetzt gewesen. Das habe wichtige Margen im Fachhandel gekostet.

Für das gesamte Kalenderjahr 2016 rechnen die beiden Vorstände mit einem Umsatzplus von ein bis zwei Prozent. Die positive Zwischenbilanz sei bislang vor allem auf Outdoor und Teamsport zurückzuführen.

Der Trend zur Bewegung in der Natur bleibe auch abseits von Wintersportaktivitäten ungebrochen. So habe sich das Segment Outdoor mit einem Plus von drei Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf hohem Niveau nochmals steigern können. Schnell sagte: „Outdoor spricht nach wie vor eine sehr breite Kundengruppe an.

Die Entwicklung von McKinley macht uns ebenfalls Spaß. Mit einem Plus von fünf Prozent legt unsere stärkste Eigenmarke überproportional zu.“ Darüber hinaus hätten sich Trikots, Bälle und Fanartikel zur Fußballeuropameisterschaft nach verhaltenem Start im Turnierverlauf sehr gut verkauft.  Im Juni konnte Intersport seine Umsätze bei Teamsport im Vergleich zum Vorjahr fast verdoppeln.    

Intersport Austria expandiert  

Die erste Hälfte des Sportjahres 2016 hat Intersport Austria mit einem Umsatzplus von elf Prozent abgeschlossen. Das Wachstum der Österreicher fällt damit im zweiten Jahr in Folge zweistellig aus und soll im Gesamtjahr 2016 und 2017 in gleichem Tempo fortgesetzt werden. Mit über 13.400 Quadratmetern zusätzlicher Verkaufsfläche in den neuen Shops in Wien, Vösendorf, Linz, Hartberg, Braunau und Innsbruck expandiert Intersport Austria weiter.

„Die Intersport-Kollegen schaffen 175 Arbeitsplätze an den neuen Standorten. Das macht uns stolz“, führte Mathias Boenke aus, Geschäftsführer Intersport Austria. Die Strategie sei erfolgreich, mit den Händlern die noch vorhandenen weißen Flecken auf der Landkarte zu besetzen. Zehn weitere Projekte seien bereits geplant.  

Eine Herausforderung bleibe die Entwicklung der Märkte im Osten. Dort seien nach und nach unrentable Flächen geschlossen worden. Die Marktbereinigung verlaufe im Rahmen der Erwartungen planmäßig. Im ersten Halbjahr 2016 habe Intersport in der Slowakei ein Minus von zwölf Prozent verzeichnet, in Tschechien von sechs, in Ungarn von drei und in Polen ein Minus von vier Prozent.    

Digitalisierung im Fokus  

Die Intersport-Gruppe und ihre Mitglieder für die digitale Welt fit zu machen, sei das wichtigste strategische Ziel, erklärte Roether. „Die Digitalisierung stellt die komplette Handelslandschaft vor große Herausforderungen. Wir müssen unsere Prozesse und Systeme konsequent darauf ausrichten“, sagte Roether.

Der Schlüssel zum Erfolg werde die intelligente Nutzung vorhandener Daten sein. Ziel des Verbands sei, für die Mitglieder die vorhandenen Kunden-, Flächen- und Marktdaten so zu verknüpfen, dass konkrete Handlungsempfehlungen zur Steuerung der Geschäfte abgeleitet werden könnten.  Mit ausgewählten Händlern sei Intersport zur Analyse von Kunden- und Flächendaten bereits in die Umsetzung gegangen.

Darüber hinaus habe die Verbundgruppe eine Kooperation mit der Commerce Connector GmbH geschlossen. Onlinekunden, die auf Webseiten von Marken nach Produkten suchen, würden per Verfügbarkeitsanzeige in die verbundenen Intersport-Geschäfte geleitet.    

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