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Lowa-Geschäftsführer Werner Riethmann

Lowa weiter auf Erfolgskurs

Der Bergschuhspezialist Lowa hat seine Umsätze im vergangenen Jahr von 146 Millionen auf 152 Millionen Euro gesteigert und blickt somit auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2015 zurück.

Im Jahr 2014 verkaufte das Unternehmen noch 2,2 Millionen Paar Schuhe, 2015 waren es 2,4 Millionen Paar. Vor allem im citybezogenen Travel-Bereich und bei den Kindern wurden Zuwächse verzeichnet. Auch die Krisenherde dieser Welt bescherten Lowa im Bereich Task Force (Militär und Sicherheitsdienste) volle Auftragsbücher.

Einen Anteil von 56 Prozent erreichten bei dem Jetzendorfer Unternehmen die Exporte. Doch mit den restlichen 44 Prozent, so Geschäftsführer Werner Riethmann, bleibe Lowa stark abhängig vom deutschen Markt.

Anspruchsvoller lief es dagegen für Lowa Österreich. Hier hatte Geschäftsführer Josef Würtinger noch die Nachwehen des Wegfalls vom Großkunden Sport Eybl zu verdauen. Doch der Abschluss aus 2015 mit 11,7 Millionen Euro zeigt, dass sich die Umsätze dennoch positiv entwickeln.

Auch Lowa Schweiz weist mit 31,6 Millionen Euro eine positive Umsatzentwicklung auf. Doch Geschäftsführer René Urfer berichtete von einer starken Verunsicherung des Handels. Wie Werner Riethmann, Geschäftsführer der Lowa GmbH, erklärte, verzeichnete die Schweizer Tochter währungsbedingte Umsatzeinbrüche. Gesunkene Ölpreise ließen dem Verbraucher zwar mehr Geld in der Tasche, doch gaben es die Schweizer offensichtlich lieber im angrenzenden Ausland statt in der Schweiz aus.

Von diesem Shopping-Tourismus wiederum profitiert der deutsche Markt, berichtet Verkaufsleiter Matthias Wanner. Hierzulande erkennt er eine ganz andere Entwicklung: Die Bereitschaft, sich zum Shopping ins Auto zu setzen, nimmt ab, was wiederum die Frequenz im stationären Handel sinken lässt. Dies bedeute nicht, dass die Nachfrage nachlässt. Vielmehr holt Lowa den Verbraucher nun digital ab, um ihn von dort wieder ins Geschäft zu lotsen. Während Lowa in der Schweiz mit dem Marketingprogramm „360°“ am PoS arbeitet, setzt Deutschland auf ein Beratungstool auf seiner Website. Hier kann der Verbraucher eine persönliche Beratung mit einem Lowa-Mitarbeiter verabreden. Der Kaufabschluss bleibt somit beim stationären Händler.

Schlussendlich fußt Lowas Erfolg im vergangenen Jahr auf der frühen Erkenntnis, dass der Winter nicht mehr mit Sicherheit kommt. Demzufolge nimmt bei Lowa die Bedeutung der Zwischensaisons zu. Ebenso erkennt Lowa den Trend zu näherem Kauf am Bedarf. Daran will das Unternehmen seine Order- und Liefertermine anpassen.

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