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Mammut leidet unter dem starken Franken – die Logistikzentrale in Wolfertschwenden (Foto: Mammut)

Mammut verbucht Verlust zum Halbjahr

Die Schweizer Outdoormarke Mammut ist im ersten Halbjahr 2015 in die Verlustzone gerutscht. Dies geht aus den Halbjahreszahlen des Mutterkonzerns Conzzeta hervor.

Bei Mammut ist der Nettomsatz um 4,2 Prozent auf 99,3 Millionen Schweizer Franken gesunken,  teilt Conzzeta mit. Im Vorjahreszeitraum hatten die Erlöse bei 103,7 Millionen Schweizer Franken gelegen. Der Währungseffekt auf die Umsätze betrug minus 5,5 Prozent, dem steht ein organisches Wachstum von 1,2 Prozent gegenüber. Der Verlust vor Steuern und Zinsen EBIT beträgt 5,9 Millionen Schweizer Franken. Dies entspricht entsprechend einer Marge von  minus 6,0 Prozent.

Im Vorjahreszeitraum hatte die Marke einen EBIT-Gewinn von  1,5 Millionen Schweizer Franken erwirtschaftet, was einer Marge von 1,5  Prozent entsprach. „Grundsätzlich können Umsatz und EBIT in diesem Segment starken saisonalen Schwankungen unterworfen sein, das 1. Halbjahr fällt in der Regel schwächer aus als das 2. Halbjahr“, erklärt die Muttergesellschaft zur Geschäftsentwicklung.  Hinzu komme, dass sich das Wachstum des weltweiten Outdoormarkts generell abschwächt.  

Starker Franken belastet

Zusätzlich muss Mammut einen hohen Margendruck verkraften, der durch die Währungsnachteile des stärkeren  Schweizer Frankens auf den Umsatz und durch die mehrheitlich in US-Dollar getätigten Einkäufe hervorgerufen werde. Dies bedeute eine schlechtere Ausgangsposition in den Kernmärkten im Euroraum. Darüber hinaus würden die Kunden aus dem Heimatmarkt Schweiz ihre Einkäufe vermehrt im günstigeren Ausland tätigen, was auch zu negativen Preisanpassungen im Inland führe. Als Reaktion auf die verschärften Bedingungen passe Mammut die Kostenstrukturen an und reduziere die Komplexität. Der Verkaufskanal Monobrand-Stores wurde weiter ausgebaut.

Für die zweite Jahreshälfte geht Conzzeta davon aus, dass sich der Geschäftsverlauf des Segments Sportartikel saisonal bedingt besser entwickelt, während die relevanten Outdoormärkte nach wie vor getrübt bleiben.

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