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Piste oder Powder? ­Allmountain-Modelle sind ­im Trend (Foto: Atomic)

Skibranche kommt wieder in Schwung

Nach zwei schwierigen Jahren scheint die Skiindustrie im vergangenen Winter eine etwas bessere Linie erwischt zu haben. Insgesamt 366.000 Paar Ski gingen in den österreichischen Fachhandel und an den Verleih – 20.000 mehr als im Vorjahr. In die laufende Saison blickt man optimistisch.

Erstmals nach zwei rückläufigen Jahren hat die Skiindustrie ihren Skiabsatz leicht steigern können. Während in der Saison 2012/13 noch 346.00 Paar Ski an den österreichischen Sportfachhandel und den Skiverlauf verkauft wurden, waren es in der ­Saison 2013/14 366.000 Paar Ski, wie der VSSÖ, Verband der Sportartikelerzeuger und Sportausrüster Österreichs, mitteilt. Zudem gingen insgesamt 373.000 Paar Skischuhe in Handel und Verleih, außerdem rund 350.000 Paar Skibindungen. Bei den Zahlen beruft sich der VSSÖ auf Erhebungen der FESI, Federation of the ­European Sporting Goods Industry.

Österreich ist in Europa laut VSSÖ der inzwischen größte Absatzmarkt und auch „international sehr bedeutend“: Während in Deutschland im selben Zeitraum knapp 300.000 Ski verkauft worden seien, waren es in Österreich rund 20 Prozent mehr. Dabei hält der Trend in Richtung Skiverleih laut VSSÖ weiter an. Etwa die Hälfte des Absatzes entfällt nach Einschätzungen des Handels inzwischen auf diesen Markt. „Die Skiindustrie und der Sportfachhandel blicken nach dem etwas verspäteten Wintereinbruch nach Weihnachten mit positiven Erwartungen auf die laufende Saison. Wir setzten auf die Trends, die sich aus der vergangenen Saison fortsetzen: Neue Produkte beziehungsweise Produktentwicklungen machen den Skisport variabler und öffnen ihn für ein breiteres Publikum“, kommentiert Gernot Kellermayr, Präsident des VSSÖ, die neuesten Zahlen.

Rocker und Allmountain

Rocker-Ski, individuelle Anpassung der Ausrüstung an den Skifahrer und verbessertes Sicherheits-Equipment würden den Sport noch attraktiver und abwechslungsreicher machen. Rocker seien nach wie vor das Thema im Sportfachhandel. Individualität – auch im Design – stehe bei den Modellen klar im Vordergrund. Laut VSSÖ ist ein Trend hin zu Allmountain-Ski mit breiter Mitte zu erkennen, die ein besonders breites Anwendungsgebiet (On-Piste und Off-Piste) garantieren.

Die Menge der verkauften Snowboards ist laut VSSÖ in den letzten Jahren auf ein Niveau um 40.000 Paar gesunken und seit einigen Jahren stag­nierend. Eine Erhebung von genauen Marktzahlen sei aber kaum möglich, da viele Kunden Snowboards online kaufen würden. Trotz der ­Flaute am Snowboardmarkt macht eine Innovation Hoffnung für die Zukunft:  Das Splitboard – Snowboard und Tourenski zugleich – erfreut sich den Branchenvertretern zufolge einer wachsenden Beliebtheit: Die speziellen Boards zum Touren­gehen werden beim Aufsteigen als zwei Skier genutzt und am Gipfel für die Abfahrt zu einem stabilen Snowboard umgebaut.

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