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Sport 2000 Österreich Schwarting Spezialisten Bike-Profis
Von links: Hans Knauss, Sport 2000-Markenbotschafter seit 2011, Riccardo Zoidl, Sport 2000-Markenbotschafter für Bike und Dr. Holger Schwarting, Vorstand Sport 2000 Österreich (Foto: Sport 2000)

Sport 2000 Österreich startet Spezialisierungsoffensive

Die Verbundgruppe Sport 2000 setzt in Österreich auf Spezialistenkonzepte. Als erstes Format sollen die Bike-Profis im Frühjahr 2018 an den Start gehen, erklärte Vorstand Dr. Holger Schwarting im Rahmen eines Pressegesprächs in Wien.

Weitere Spezialistenkonzepte für die Bereiche Running/Fitness, Outdoor, Teamsport und Ski sollen sukzessive ab Winter 2018 folgen. „Die Spezialisierung sichert uns in den nächsten Jahren organisches Wachstum. Zudem setzten wir auf gezielte Akquisition von Spezialisten in den diversen Bereichen“, erklärte Schwarting.

Das Ziel von Sport 2000 Österreich sei ist klar: der Spezialistenverband für Lieferanten und Endkunden sein. „Top-Marken beliefern in Zukunft den Handel nach neuen Spielregeln. Unsere Sport 2000-Profis sollen hier zukünftig die ersten Ansprechpartner für diese Marken werden. Der Handel mit besonders service- und beratungsintensiven Sportartikeln kann nur über Spezialisten erfolgreich sein“, führte der Manager aus.

Ab Frühjahr 2018 starten die ersten zehn bis 15 Bike-Profis in ganz Österreich. Ein Highlight der Bike-Profis sei das Angebot des Bikefittings, bei dem das Rad individuell auf den Biker eingestellt. Außerdem verfüge jedes Bike-Profi-Geschäft über eine eigene Werkstatt mit ausgebildeten Fahrradmechanikern. Spezielle Angebote wie die kostenfreie Pannenhilfe im ersten Jahr beim Kauf eines neuen Bikes und Fahrradregistrierungen rundeten das Angebot ab.

3,1 Prozent Umsatzplus im Jahr 2016

Mit den Spezialistenkonzepten wolle Sport 2000 den Händlern weiter den Zugang zu den besten Marken ermöglichen. Denn auch die Marken suchten sich verstärkt ihre Händler aus und betrieben ein konsequentes Channelling. „Kleine Händler können bei vielen Topmarken nicht mehr direkt einkaufen, der Zugang fehlt. Nur mehr über internationale Verbände gibt es diese Marken und gute Konditionen“, sagte Schwarting.

Der Markt sei heute klar in einen preisgetriebenen Bereich und einen Qualitätsbereich segmentiert. Sport 2000 richte bereits seit sechs Jahren den Fokus auf die Stärken Beratung und Qualität. Dass die 2011 gestartete Strategie greife, zeigten die Zahlen. So habe Sport 2000 im Jahr 2016 ein Umsatzwachstum von 3,1 Prozent auf 503 Millionen Euro verzeichnet. Trotz eines leichten Rückgangs der Verkaufsflächen von 0,9 Prozent hätten die Mitglieder der Verbundgruppe die Flächenproduktivität um 4,1 Prozent steigern können. Unter den österreichischen Sporthändlern wachse Sport 2000 auf bestehender Fläche am stärksten.

Onlineshop startet 2018

Den ersten Schritt der Digitalisierung habe der Verband 2016 mit der Einführung des digitalen Ladentischs gemacht, der das Sport-2000-Großhandelssortiment an das Angebot der angeschlossenen Händler anbindet. „Mit unserem digitalen Ladentisch verbinden wir online und offline Einkaufswelten und bieten dem Kunden, egal wie groß die Verkaufsfläche ist, ein umfangreiches Sortiment“, erläutert Schwarting. Über 40 Mitglieder nutzten den digitalen Ladentisch bereits. Die Verhandlungen mit Marken zur elektronischen Anbindung ihrer Gesamtsortimente an den digitalen Ladentisch seien aktuell im Laufen.

Im nächsten Schritt der Digitalisierung realisiert Sport 2000 bis Ende 2018 einen Onlineshop. Dieser führe das Großhandelssortiment des digitalen Ladentischs und das Angebot der angebundenen Marken, sowie die regionalen Sortimente der teilnehmenden Händler in einem Onlineshop zusammen. „Die Erfahrungen unserer Händler zeigen, dass die Kunden beim Kauf von Sportartikel sich zwar online über Produkte und die Verfügbarkeit informieren wollen, aber dann doch gerne ins Geschäft kommen, um sich von Qualität, Passform selber zu überzeugen. Unser Anspruch an den Onlineshop ist, den stationären und Onlinehandel zu vernetzten und damit den stationären Sportfachhandel zu stärken“, sagte Schwarting.

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