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Boenke führt neu formierte Intersport Österreich

(vw) Lange wurde spekuliert, wie sich die deutsch-österreichische Intersport-Ehe strukturell auswirken wird, jetzt ist es offiziell: Sämtliche Orderabläufe sollen künftig von Heilbronn aus geregelt werden, die IT-Systeme zentralisiert werden.

Markt und Vertrieb für Österreich und die Lizenzmärkte bleiben in Wels. An der Spitze der Intersport Österreich steht ab sofort Mathias Boenke.

Das gaben die Vorstände der Intersport Klaus Jost und Kim Roether heute auf einer Pressekonferenz im österreichischen Bad Häring bekannt. Konkret sieht das neue Betriebskonzept so aus: Die Intersport Österreich wird für die österreichischen Händler weiterhin für Marketing, Vertrieb, Operations, Mitgliederbetreuung, Produkt und Retail zuständig sein. Retail stehe dabei für einen neuen, eigenständig geführten Bereich der bereits bestehenden Einzelhandelsaktivitäten in Österreich und den österreichischen Lizenzmärkten Slowakei, Tschechien und Ungarn, so die Intersport.

Bestellprozesse sowie Ordermanagement gehen laut Intersport nach Heilbronn, gleichzeitig sollen die IT-Systeme zentralisiert werden. Das Produktmanagement wird auf die Standorte Heilbronn und Wels nach Warengruppen aufgeteilt: Die Segmente Wintersport-Hartware und Bike-Hartware werden von Wels aus betreut, Textil geht in ein gemeinsames „Textil-Kompetenzcenter“ in Heilbronn.

„Bestmögliche Rahmenbedingungen“

Mit der Reorganisation habe man die notwendigen Strukturen für eine aktive Marktbearbeitung in den sechs Ländern und für die Mitglieder länderübergreifend bestmögliche Rahmenbedingungen geschaffen, erklärte Vorstand Klaus Jost im Rahmen der Pressekonferenz. Überlegtes und pragmatisches Handel stünden im Mittelpunkt des Integrationsprozesses, so Kim Roether. Roether wörtlich: „Bei all der Veränderung werden wir jedem Mitarbeiter eine faire Chance geben, unseren gemeinsamen Weg mit zu gehen. Gleichzeitig ist eine Spezialisierung in den verschiedenen Disziplinen notwendig, wenn wir von der bekannten Einkaufs- zu einer schlagkräftigen Vertriebsorganisation kommen wollen.“

Boenke kommt, Fenninger geht

Geführt wird die umgebaute Intersport Österreich künftig von Mathias Boenke. Er löst Gabriele Fenninger ab, die nach insgesamt 35 Jahren als Geschäftsführerin der Intersport Österreich in den Ruhestand geht. Boenke stehen Alois Grüblinger und Franz Koll als Mitglieder der Geschäftsleitung zur Seite.

Mit Boenke, 48 Jahre alt, habe man einen ausgewiesenen Kenner der österreichischen Handelslandschaft gewinnen können, der bereits bewiesen habe, wie Unternehmen in einem schwierigen Marktumfeld sicher zu führen sind, so die Intersport. Klaus Jost: „Um das erarbeitete Betriebskonzept zur Integration beider Länderorganisationen sinnvoll umzusetzen, braucht es Führungserfahrung und Augenmaß. Genau auf diese Kompetenz bauen wir mit Mathias Boenke am Standort in Wels. Er wird den notwendigen Umbau der Gesellschaft vornehmen und zukunftssicher gestalten.“ Zuletzt fungierte der gebürtige Gelsenkirchener sieben Jahre lang als Vorstandssprecher der Huber Holding AG in Götzis, Vorarlberg und verantwortete Marketing und Sales von Wäschemarken wie Hanro, Skiny oder Huber.

Die Integration der deutschen und österreichischen Intersport war im September 2013 vertraglich fixiert worden. Die Sportfachhandels-Allianz umfasst die Märkte Deutschland, Österreich sowie die Lizenzmärkte Polen, Slowakei, Tschechien und Ungarn. In den insgesamt sechs Märkten wurde laut Intersport in 2013 ein Gesamtumsatzvolumen von 3,3 Milliarden Euro erzielt.

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