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Holger Schwarting

Sport 2000 Österreich geht's gut

Die Einkaufs- und Marketinggenossenschaft Sport 2000 Österreich hat im vergangenen Jahr mit 283 Händlern an 478 Standorten einen Umsatz von 488 Millionen Euro erzielt.

Zeigte sich der Sportartikelhandel in Österreich vor fünf Jahren noch relativ stabil, stelle sich heute nach dem Wegfall von Sport Eybl/Sports Experts, dem Einstieg von Sports Direct und der Übernahme von Intersport Österreich durch Intersport Deutschland eine andere Handelslandschaft dar. Auch ein verändertes Einkaufsverhalten der Kunden hin zu mehr online spiele hierbei eine gewichtige Rolle. Heute, so analysiert Sport 2000 Österreich-Vorstand Holger Schwarting, sei der Markt „sehr klar segmentiert in einen preisgetriebenen Bereich und einen Qualitätsbereich“.

Die Verbundgruppe konnte in den vergangenen fünf Jahren eine Umsatzsteigerung von 375 (im Jahr 2010) auf 488 Millionen Euro (2015) verzeichnen. Eine Entwicklung, die Schwarting seit dem Beginn seiner Tätigkeit für die Fachhändlergemeinschaft vor fünf Jahren mitgestaltet hat. Unter seiner Leitung konnte Gigasport, die Sporthandelsgruppe des Kastner & Öhler Konzerns, als neues Mitglied gewonnen werden. Sport 2000 habe sich mit einem Marktanteil von 29 Prozent zum Marktführer in Österreich entwickelt, freut man sich in Österreich.

Mit zahlreichen Maßnahmen wie der 2014 gestarteten Teamkraft-Offensive, der Gründung der Sport 2000-Akademie und der Installierung eines eigenen Händlerbeirates habe Schwarting in den vergangenen fünf Jahren Akzente gesetzt. Die Kompetenz des Verkaufspersonals und ganz auf die Erlebnisorientierung der Kunden zugeschnittene Einkaufswelten seien das Alleinstellungsmerkmal des Fachhandels, um sich gegenüber Internetanbietern und Discountern abzuheben. Überdies hinaus hat Sport 2000 eine Multisport-Ordermesse in Ohlsdorf implementiert. Außerdem sagt Schwarting: „In unserer Genossenschaft befinden sich bereits heute nicht nur Vollsortimenter, sondern auch viele spezialisierte Sportgeschäfte. Durch die Entwicklung unserer Spezialistenkonzepte wird sich Sport 2000 zunehmend als der ideale Partner für diese kleinen, spezialisierten Händler etablieren.“ Ab dem zweiten Quartal 2016 stellt der Verbund einen digitalen Ladentisch vor. Er soll die Händler an das Großhandelssortiment anbinden und damit on- mit offline verknüpfen.

Getrieben von der Sportartikelindustrie nehme die Geschwindigkeit zu, in der Mode- und Produkttrends kommen und gehen. Der Sportmarkt entwickele sich weg von den zwei Hauptsaison hin zu einem Vier- oder sogar Sechs-Saisonen-Markt. Positiv wurde der Sportmarkt im Alpenland von den Sportausgaben der Österreicher beeinflusst: Diese seien auf hohem Niveau stabil, Gesundheit, Nachhaltigkeit und die konsumfreudige „Silver Society“ gäben dem Sportmarkt langfristig positive Impulse. „Wir blicken einer spannenden Zukunft entgegen, in der wir aber auch in unserer Struktur gefordert sind, eine neue Balance zwischen der Stärke des lokalen Händlers sowie einer starken und international vernetzten Zentrale zu finden und diese gemeinsam mit den Händlern zum Erfolg zu führen“, prognostiziert Schwarting.  

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