sport+mode

Sport 2000 diskutiert Zukunftsstrategie

  • 31.10.2012
  • Handel
  • sport+mode-Redaktion

(Ast) Vom 11. bis 17. Oktober war die Führungsspitze der Sport 2000 auf Tour durch Deutschland. Mitglieder des Verbands waren an fünf Orten eingeladen, Rückmeldung zur Strategie der Zentrale zu geben.

„Es war eine der Hauptgründe für diese Tour, dass wir uns das Feedback der Partner zum Kurs der Zentrale abholen“, sagt Sport 2000-Geschäftsführer Andreas Rudolf im Gespräch mit sport+mode. „Der Markt setzt uns die Rahmenbedingungen, mit denen wir leben müssen. Deswegen haben wir uns überlegt, ob wir noch schnell genug agieren. Wir wollen wesentlich effizienter und schlanker werden – und damit schlagkräftiger“, resümiert Rudolf das Ergebnis der Regiotour. „Unter dem Motto Route 2018 – Fahrplan Zukunft“ hatten die Vertreter der Mainhausener Zentrale den Händlern neue Strategien vorgestellt. Künftig soll etwa Sport 2000 International eine größere Rolle spielen und deswegen personell verstärkt werden. „Die wichtigen Entscheidungen finden immer häufiger auf internationaler Ebene statt. Deswegen ist dieser Schritt logisch und richtig.“ Unter dem Strich sollen allerdings nicht mehr Personen für die Marke Sport 2000 arbeiten.

Umfangreiche Agenda

In Frankfurt, Ingolstadt, Hamburg, Leipzig oder am Flughafen Köln/Bonn trafen sich die Mainhausener mit ihren Mitgliedern. Folgende Themen standen auf der Agenda der Veranstaltungen. Welche Entwicklungen erfährt der Sportfachhandel aktuell? Wie ist der Status Quo des Kooperationskonzeptes Freetail? Wie zufrieden sind die Mitglieder mit den Leistungen ihres Verbandes? Was unternimmt Sport 2000 als Verband, um zukunftsfähig zu bleiben? Wie werden angeschlossene Partner noch rentabler? Welche Chancen bietet E-Commerce dem Sportfachhandel und welche Strategien verfolgt Sport 2000 in diesem Bereich? Inwieweit profitieren die Partner von einer stärkeren Dachmarke?

Freetail und hohe Lagerverfügbarkeit gewünscht

„Das Projekt Freetail wird definitiv stattfinden. Die gesetzten Timelines wurden erreicht und die Partner haben mit der Teilnahme ihr Vertrauen an uns bewiesen“, unterstrich Rudolf. Das Kooperationskonzept setzt auf eine verbindlichere Zusammenarbeit der Zentrale mit den Händlern, um mehr Schlagkraft zu gewinnen. „Bereits 103 Mitglieder haben uns unterschriebene Freetail-Verträge geschickt“, sagte Rudolf. Die Mainhausener Verbundgruppe hatte sich eine Mindestzahl an 75 Teilnehmern gesetzt, um das Projekt zu starten. Geschäftsführer Michael Decker zeigte sich zufrieden mit den Ergebnissen einer vom Deutschen Institut für Marketing (DIM) durchgeführten Mitgliederbefragung. „Eine hohe Gesamtzufriedenheit unserer Partner ist das Fundament für dauerhaften Erfolg“, sagte Decker. 89,7 Prozent der Befragten würden etwa Sport 2000 weiter empfehlen. Rudolf: „Die Umfrage hat auch ergeben, dass Lagerverfügbarkeit das wichtigste Kriterium für unsere Partner ist.“ Aufgabe der Zentrale sei es, dieses Bedürfnis zu befriedigen, aber auch die Wirtschaftlichkeit des Lagers sicher zu stellen.

Neues Ordermessenkonzept

Der Verband möchte die Rentabilität der angeschlossenen Händler verbessern. Dies sei der Fokus, aus dem die vorgestellte Strategie für die kommenden Jahre entspringe. Beraten und Betreuen der Händler stehe im Mittelpunkt, ebenso eine optimierte Warenversorgung und Konditionsgestaltung. Priorität genössen außerdem Ordermessen, Marketing-Unterstützung und eine starke Eigenmarke. Sport 2000 wird ab kommendem Jahr jeweils eine Ordermesse für Frühjahr/Sommer und Herbst/Winter anbieten. Zusätzlich findet im März noch eine Spezialmesse für Hartware statt. Ziel der Maßnahmen sei, eine Umsatzrentabilität von über fünf Prozent nach Unternehmerlohn zu erzielen, unterstrich Decker. „Das ergibt die Notwendigkeit, eine ausreichende Substanz für Investitionen und weiteres Wachstum aufzubauen.“

Diskussion um die Marke

Für engagierten Austausch mit den Mitgliedern sorgte laut Rudolf das Thema, wofür die Marke Sport 2000 heute in drei bis fünf Jahren stehe. „Die Partner haben uns deutlich signalisiert, wofür wir als Verband stehen und wofür nicht.“ Wert sei etwa wichtiger als der Preis. Rudolf: „Wir werden nie die Billigsten und die Größten sein, sondern wollen die Wertigsten und Besten sein.“ Laut Rudolf werde der Verband seine Strategie beim Onlinehandel dauerhaft beibehalten. „Bei Sport 2000 wird es dauerhaft kein zentral geführtes E-Commerce geben.“ Unter dem Strich sei oberstes Ziel der Strategie, den Wettbewerb irrelevant zu machen. „Wir wollen erfolgreich sein, indem wir eigene Stärken ausspielen“, blickt der Geschäftsführer in die Zukunft.

Verwandte Themen
Blackyak Vertrieb Deutschland Handelsagenturen
Blackyak passt deutsche Vertriebsstruktur an weiter
Intersport Bründl Österreich Eröffnung
Intersport Bründl eröffnet zwei Shops in Fügen weiter
Active Brands Amplifi Coalition AG Bula Kari Traa Vertrieb Deutschland Österreich
Amplifi Coalition AG übernimmt Vertrieb für Bula weiter
Wintersteiger Skiservice Schulungen Handel
Wintersteiger schult Händler im Skiservice weiter
Intersport Österreich Umsatz Mathias Boenke
Intersport Österreich steigert den Umsatz um 13 Prozent weiter
Außendienst 8848 Altitude Bayern
Neuer Außendienstmitarbeiter bei 8848 Altitude weiter