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Studie „Trends im Handel 2020" vorgestellt

  • 29.02.2012
  • Handel
  • sport+mode-Redaktion

(jal) Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG und des EHI Retail Institute haben auf der Fachmesse EuroCis ihre aktuelle Studie „Trends im Handel 2020“ vorgestellt. Die Studie untersucht drei Einflussfaktoren für das Einkaufen der Zukunft: Multichannel, Smartphone und demografischer Wandel.

Zwar bleibe der stationäre Einzelhandel die wichtigste Anlaufstelle der Kunden, aber der Onlinehandel wachse weiter stark. Die Integration beider Kanäle habe daher hohe Priorität. Zudem gewönne das Smartphone mit seinen „Apps“ an Bedeutung: Sie schaffen eine Informationstransparenz für Verbraucher und bieten dem Handel neue Möglichkeiten der Kommunikation mit seinen Kunden. Zum demografischen Wandel sagt die Studie: „Die Bevölkerungszahl in Deutschland nimmt ab, doch nicht in den Städten. Supermärkte und Einkaufszentren in den Innenstadtlagen erleben eine Renaissance.“

In Zusammenarbeit mit TNS Infratest wurden für die Studie 1.000 Bundesbürger zwischen 16 und 60 Jahren befragt. Ergänzt wird diese Studie durch aktuelle Ergebnisse aus der Handelsforschung des EHI Retail Institutes sowie aus Erkenntnissen der KPMG aus der Betreuung nationaler und internationaler Handels- und Konsumgüterunternehmen.

Stationär bleibt vorne, aber online gewinnt an Ansehen


Der traditionelle Einzelhandel bleibe die wichtigste Anlaufstelle für Information und Kaufabschluss. Weiter folgert die Studie, dass in den kommenden Jahren beim Internetkauf vor allem Elektrogeräte (Zustimmung von 74 Prozent) sowie Textilien (63 Prozent) wichtiger werden. Für zwei Drittel aller befragten Kunden bleibt auch in Zukunft der stationäre Handel die erste Anlaufstelle im Hinblick auf die Auswahl von Produkten. Jeder dritte Kunde wird nach eigener Einschätzung in den kommenden Jahren immer häufiger zum Smartphone greifen, um sich beim Einkauf über das entsprechende Produkt oder den Preis zu informieren.

Nach Expertenmeinung wird die tatsächliche Nutzung noch deutlich stärker ausfallen, wenn entsprechende Angebote (Apps, elektronische Einkaufslisten, E-Couponing etc.) vorliegen und Kunden gelernt haben, das Smartphone in den Einkaufsprozess zu integrieren. Die Studie folgert: „Die daraus resultierende Transparenz über Angebote und Preise stellt zwar eine enorme Herausforderung für den Handel dar, doch kann er die neue Technologie zur Stärkung seines stationären Geschäfts einsetzen und ganz neue Kommunikationsformen mit Besuchern seines Ladenlokals nutzen."

Innenstadtlagen werden wichtiger


Der Trend zu neuen Geschäftskonzepten in Innenstadtlagen wird laut Befragung auch in den kommenden Jahren anhalten. Während zum Beispiel bis zum Ende der 1990er Jahre neue Shoppingcenter vor allem am Stadtrand oder auf der grünen Wiese eröffnet wurden, lag der Anteil der innerstädtischen Lagen an allen Neueröffnungen im Jahr 2011 bei 81 Prozent. Auch ein genauerer Blick auf die Bevölkerungslandkarten Deutschlands von 2010 und 2050 zeigt, dass die Bevölkerung zwar um etwa zehn Millionen Einwohner abnehmen wird, diesen massiven Bevölkerungsrückgang aber vor allem die ländlichen Regionen spüren werden.
 Das Wachstum der Discounter sei in der jüngsten Vergangenheit ins Stocken geraten, Supermärkte seien wieder im Aufwind.


Nachhaltige Angebote hoch im Kurs


Sehr positiv bleibe die Einstellung der Verbraucher zu „nachhaltigen und fairen“ Angeboten. So sei die Mehrheit der Konsumenten (62 Prozent) der Meinung, dass deren Umsatz in den nächsten Jahren wachsen wird, auch wenn diese etwas mehr kosten. 40 Prozent sind sogar bereit, deutlich mehr für diese Produkte zu bezahlen, so das Ergebnis der Studie. Weiter heißt es dort: „Und jeder zweite Befragte entscheidet sich beim Einkauf bewusst für solche Handelsunternehmen, die unternehmerisch verantwortungsvoll und sozial handeln, indem sie beispielsweise gute Arbeitsbedingungen für ihre Mitarbeiter schaffen.“


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