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Sport 2000: zu gutes Jahr 2010

  • 29.01.2012
  • Handel
  • sport+mode-Redaktion

(Ast) Nach den sehr guten Umsätzen der vergangenen zwei Jahre endete 2011 für die Partner der Sport 2000 mit einem leichten Minus. Witterungsbedingt sank deren Außenumsatz zum ersten Mal seit 2007 – im Schnitt um 2,6 Prozent.

Die Wetterabhängigkeit des Sportfachhandels machte den der Sport 2000 angeschlossenen Händler im Jahr 2011 wenig Freude. Nach einem Umsatzzuwachs von 10,3 Prozent, sank der kumulierte Einzelhandelsumsatz der Sport 2000-Partner in Deutschland um 2,6 Prozent auf 1,49 Milliarden Euro. Sport 2000 hingegen steigerte den Zentralregulierungsumsatz im Vergleich zum Vorjahr um 9,6 Prozent auf 722,2 Millionen Euro (2010: 660,3 Millionen Euro). Für das laufende Jahr rechnet die Sport 2000-Geschäftsführung allerdings wieder mit einem Erlösplus von mindestens 3,5 Prozent, wenn das Wetter mitspielt.

Rahmenbedingungen belasteten

Doch nicht allein das falsche Wetter hat es laut Sport 2000 Geschäftsführung verhindert, das sehr gute Ergebnis des Jahres 2010 zu wiederholen. Staatsschuldenkrise in Europa, damit einhergehender Vertrauensverlust in die Gemeinschaftswährung, Rettungspakete: Der unklare Ausblicke für die Folgejahre haben mittlerweile zu erheblicher Verunsicherung bei den privaten Haushalten geführt, was die Konsumlust dämpfe.

Monatsvergleiche leiten fehl

„2010 war einfach zu gut“, gibt Sport 2000-Geschäftsführer Andreas Rudolf zu bedenken. „Anstatt sich an einem Durchschnittswert der Vorjahre zu orientieren, wurde fast jeden Monat der Vergleich mit dem Referenzwert 2010 gesucht. Das hat leider schon bei der Disposition zu Limitüberschreitungen geführt“. Trotzdem lägen die Umsätze der Mitglieder immer noch 7,4 Prozent über denen des Jahres 2009. Eine durchschnittliche Wachstumsrate von 3,9 Prozent binnen der vergangenen fünf Jahre zeige, dass sich Sport 2000 und deren Partner auf dem richtigen Weg befnden.

Höhere Lagerbestände

Der hohe Warenbestand aufgrund einer witterungsbedingt eher niedrigen Abverkaufsquote stellt laut Sport 2000 für viele Sportfachhändler eine Herausforderung dar. Ende Dezember 2011 verzeichneten Sport 2000-Händler einen im Schnitt 10,9 Prozent höheren Lagerbestand als im Vorjahr. Bis zu 18 Prozent mehr Wintersportartikel liegen 2011 in den Lagern. Im Gegensatz dazu wurden Running-, Multisport- und Fußballartikel öfter verkauft.

Liquiditätshilfe für Partner

„Wo die Lager noch voll sind fehlt nicht nur Platz, sondern auch die finanziellen Mittel für Neuware. Mit Schnellhilfeprogrammen wie Wintervaluta und Wintersaisonlinie hilft Sport 2000 zusammen mit der DZB Bank eventuell auftretende kurzfristige Liquiditätsengpässe ihrer Partner zu meistern“, erklärt Sport 2000-Geschäftsführer Ralf Groß. Eine frühzeitige Ausschüttung der Prämien aus dem Jahr 2010 werde die Partner zusätzlich entlasten.

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