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MOC Ordercenter Umfrage Industrie Handel
Der Lowa-Showroom im MOC-Ordercenter (Foto: MOC)

MOC informiert: Wie steht es mit dem Ordergeschäft?

Wo trifft die Industrie heute noch ihre Kunden? Im Ordercenter, auf Messen, auf Orderveranstaltungen oder im Onlinehandel? Das MOC Ordercenter hat sich bei seinen Mietern umgehört.

Eine einfache Antwort auf all die Fragen, die die Industrie beschäftigt, gibt es laut MOC nicht. Denn alle Unternehmen seien verschieden aufgestellt, ausgerichtet und bedienen auch nicht die gleichen Kunden. Ob die Kunden also im Ordercenter, auf Messen, Orderveranstaltungen oder Online unterwegs sind, kann man per se nicht sagen. Dennoch gebe es Tendenzen.

Das Digitale wird natürlich mehr, aber die Kunden sind auch dankbar, wenn sie die Produkte sehen und das Material anfassen können, zeigen sich Uwe Brauquier und Marco Maiwald sicher, beide von der Agentur Maiwald, zuständig für die Marken Rip Curl, Cleptomanicx, Horsefeathers sowie Neff Headwear. Dem stimmt auch Jan Rathke, Vertreter der Firma Vaude im MOC, zu: „Dass der Kunde die Ware anfassen kann, ist nach wie vor ganz, ganz wichtig. Das Sehen der Ware und der Qualität hat für den Einkäufer eine hohe Bedeutung.“ Die Händler seien froh, wenn sie das Produkt ansehen und es fühlen können, ergänzt auch Burghard Tilk, Vertreter der Firma Asics.

Einen weiteren Aspekt bringt Stefan Hau, Chef der Agentur Hau und Vertretung von Lowa, Sixtus und Uvex im MOC-Ordercenter, mit ein: „Es ist durchaus möglich, dass in Zukunft ein Showroom mal virtuell gespiegelt wird. Allerdings stellt sich mir hier auch die Frage, ob das wirklich die Lösung ist. Derzeit können zum Beispiel Farbdarstellungen über einen Bildschirm oder ein kleines Stoffmuster nicht so real wiedergegeben werden, dass man wirklich einen hundertprozentigen Eindruck des Produktes bekommt. Zudem verkaufen wir über Emotionen. Daher ist die Haptik enorm wichtig.“ Mit dem Generationenwechsel könne es aber auch Veränderungen geben, sagt Hau. Es könne eventuell einen Wechsel zu denen geben, die mit dem rein Virtuellen gut arbeiten können, weil sie so aufgewachsen sind und es nicht anders kennen.

Analoge Präsenz bleibt wichtig

Für viele andere Mieter nehme ihre analoge Präsenz, trotz der fortschreitenden Digitalisierung, nach wie vor einen sehr hohen Stellenwert ein, heißt es seitens des MOC. Für Brauquier beispielsweise seien Ordercenter sehr wichtig, um den Kunden etwas zeigen zu können. Auch für den Fachhandel seien sie ideal, um sich in kurzer Zeit infomieren zu können. „Die Händler sollten die Chance nutzen, sich hier zu informieren, die Dinge zu sehen. Leider haben die Händler dazu aber kaum noch die Möglichkeit. Der Kunde kommt hierher und hat acht Termine am Tag – da kann keine Beratung mehr stattfinden“, fügt Tilk hinzu. Dies sei in Tilks Augen auch mit ein Grund für die Probleme, mit denen sich der Einzelhandel konfrontiert sieht: „Natürlich ist es mit dem Onlinehandel schwieriger geworden. Aber unabhängig davon hat der Einkauf die höchste Priorität und das muss der Fachhandel auch so sehen. Zudem muss der Fachhandel gute Verkäufer haben, die sich auskennen, die den Sport leben und entsprechend Anreize geben.“

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