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Digitale Touchpoints wie hier im Bild werden bald bei Intersport Borgmann stehen (Foto: Intersport)

Intersport Borgmann renoviert und digitalisiert

Intersport Borgmann renoviert sein Haupthaus in Krefeld. Geschäftsführer Christoph Borgmann hat gute Gründe: Er möchte unter anderem Ängste vor dem „Feind Internet“ abbauen.

In erster Linie freue sich der Geschäftsführer, dessen Vater Winfried 1961 das Unternehmen gründete, auf eine Digitalisierung seines Haupthauses: Computer-Terminals werden nach Wiedereröffnung im September seine Kunden dazu auffordern, im Internet zu surfen und Sportartikel zu vergleichen. Es ist eine Herzensangelegenheit von Christoph Borgmann, das gesteht er im Gespräch mit sport+mode. Er wolle Ängste abbauen. „Wir wollen Kunden ermutigen, bei uns im Laden auf der Fläche ihre Smartphones zu zücken, um uns zu zeigen, auf welchen Webshops unsere Sportartikel günstiger zu kaufen sind. Es kursieren Ängste um diese Zielgruppe, um das Internet, die ich nicht nachvollziehen kann. Was ist denn schlimm daran? Ich möchte offen an die Sache herangehen, will den Spieß herumdrehen, eine neue Kultur schaffen und diese Kunden dazu ermutigen, auf unserer Fläche mit ihrem Smartphone oder unseren Terminals Artikel und Preise zu vergleichen“, erklärt er. Genau jene seien in seinem Geschäft besonders willkommen; schließlich könne er ja auch von diesen Kunden lernen und bleibe auf dem aktuellen Stand.

Intersport Borgmann hat neben seinem 1.800 Quadratmeter, vierstöckigem Stammhaus in Krefeld weitere vier Filialen: in Solingen, Bottrop, Hilden und Viersen. Das Stammhaus in Krefeld bekommt außerdem eine komplett neue Lichtanlage, durch die 40 Prozent Energie – und damit bares Geld – eingespart werde. Bei der sogenannten systematischen Erneuerung werden zudem die Heizungspumpen erneuert. Bezuschusst werde das sowohl von der Intersport („Refresh-Programm“) als auch vom Bund, hier im Rahmen seines Effizienzprogrammes. Geld, das Borgmann bei rund 300.000 Euro Gesamtkosten gut gebrauchen kann.

Der Umbau des kompletten Untergeschosses in Krefeld steht außerdem auf der Agenda: Hier ist Fitness und Teamsport, in erster Linie Fußball, beheimatet. „Ich möchte das einfach emotionaler darstellen“, formuliert Christoph Borgmann seine Erwartungen an die Renovierungsarbeiten. Im Erdgeschoss bekommt der Laufbereich zum Testen mehr Platz, in der ersten Etage, wo sich die Saisontextilien befinden, entsteht eine gemütliche Verweilzone.

„Wir wollen eine Atmosphäre schaffen, in der sich alle wohl und willkommen fühlen“, sagt Christoph Borgmann, eben auch die Internet-affine Zielgruppe. Zwischen dem 23. Juni und dem 19. Juli veranstaltet Intersport Borgmann unter dem Motto „Alles muss raus“ einen Räumumgsverkauf mit Sonderöffnungszeiten. „Heute“, erzählt er, „stehe ich seit sechs Uhr in der Früh im Laden. Um 21 Uhr schließe ich dann ab.“ Am 20. Juli schließt er Intersport Borgmann zu; bevor er Anfang September seine Kunden wieder begrüßen will – vor allem eben die mit Smartphone.  

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