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Elan Onlinehandel Webshop
Elan bindet den stationären Handel in seinen Webshop ein (Foto: Elan)

Elan beteiligt den Fachhandel an Webshop-Konzept

Wintersporthersteller Elan präsentiert einen eigenen Onlineshop – und bindet den stationären Handel ein. Die Marke tue dies, um der „negativen Entwicklung im stationären Skihandel entgegenzuwirken und dem Fachhandel wieder erhöhte Umsätze zu ermöglichen“.

Der Endverbraucher bestellt im Elan-Webshop, wird aber sofort an den nächsten stationären Händler verwiesen, um den Kunden auf dessen Ladenfläche zu bekommen. Denn gerade beim Kauf von Ski ist der Kunde nach wie vor zumindest auf Service-Leistungen wie Bindungsmontage und -einstellung angewiesen. Dem Händler entstehe durch dieses System weder zusätzliche Kosten noch trage er Risiko, verspricht Elan. Ziel dieses Konzepts ist zudem, dass der Verbraucher Zugang zu allen Elan-Modellen der laufenden Saison erhält. Elan werde dabei die bekannten Verkaufspreise aufrufen und gänzlich auf Auslaufware verzichten. Darüber hinaus unterstützt das Unternehmen sowohl Handel als auch Webshop mit PoS- und Werbemaßnahmen.

Und so funktioniert es: Bestellt ein Kunde über den integrierten Webshop, wird diese Bestellung den Händlern zur Abwicklung angeboten, wobei natürlich der räumlich nächstgelegene Händler Vorrang hat. Bedingung ist hierbei die sofortige Lieferfähigkeit des Händlers. Dieser verkauft den vorhandenen Ski zum normalen VK, wobei die Spanne auch die Bindungseinstellung abdeckt. Sollte kein Händler die Bestellung abwickeln können oder wollen – und nur dann – übernimmt Elan, heißt es in einer offiziellen Mitteilung. Aber auch bei dieser Variante soll der Handel involviert werden und Umsatz generieren. Der Besteller soll sich für „Dropshipment“ entscheiden (Lieferung zum Händler). Beim „Dropshipment“ liefert Elan den gewünschten Ski zum Händler, welcher eine Provision in Höhe von 20 Prozent des Netto-Verkaufspreises einstreiche. Der Händler könne so zwei Drittel seiner üblichen Handelsspanne realisieren, ohne den üblichen Kosten und Risiken wie Lagerhaltung, Vorfinanzierung, Abschriften und Dispositions-Management zu unterliegen.

Lediglich beim „Homeshipment“ liefert die Marke den Ski ohne Einbezug des Händlers direkt an den Konsumenten. Zur Bindungsmontage werde jedoch wiederum auf den Fachhandel verwiesen. Der Endverbraucher werde damit trotz Internet-Einkauf fast zwangsläufig auf die Ladenfläche gesteuert und so zu möglichen Zusatzkäufen animiert.

Umgesetzt wird die Lösung von Arendicom. Der Dienstleister übernimmt neben der Integration des Webshops auch den Kundenservice am Telefon und per Email. Eine schnelle und kompetente Reaktion auf Kundenanfragen werde so gewährleistet. Zudem kümmert sich Arendicom unter anderem um die Debitorenbuchhaltung und Retourenabwicklung. Die technischen Anforderungen an den Händler beschränken sich auf einen Computer mit Internet und einer Anmeldung bei Arendicom. Die Zusammenarbeit sei für Händler ohne jegliche Einhaltung von Fristen jederzeit kündbar. Interessierte Händler können sich jederzeit an die zuständigen Außendienstmitarbeiter wenden.    

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