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BBE-Studie warnt Outdoorbranche vor der Zukunft

  • 21.11.2011
  • Handel
  • sport+mode-Redaktion

(jal) Die BBE Handelsberatung hat nun ihre Studie „Outdoor 2011“ vorgelegt. Darin warnt die Handelsberatung aus München vor der Zeit nach dem Outdoorboom: Discounter seien künftig die stärksten Konkurrenten, die Branche müsse mehr tun.

Die Luft werde von nun an dünner, heißt es in der Studie. Noch könne sich die Branche allerdings über Wachstum freuen. Der deutsche Outdoormarkt hat der Studie zufolge in den vergangenen fünf Jahren ein rasantes Wachstum hingelegt: Von 2006 bis 2010 ist das Marktvolumen um insgesamt 36,3 Prozent gestiegen. Es habe rund 1,8 Milliarden Euro zu Endverbraucherpreisen betragen. Selbst die wirtschaftliche Rezession 2008/09 ging fast spurlos an der Sportartikelbranche vorbei. Bereits ein Jahr später habe der Outdoormarkt mit rund zehn Prozent plus wieder Fahrt aufgenommen. Dabei nehme das Segment der Bekleidung den größten Anteil von 54,2 Prozent (2010) ein. Es folgten Schuhe (28,2 Prozent) und Rucksäcke, Zelte und Schlafsäcke.

Die Studie begründet, dass selbst Verbraucher aus der „No Sports-Bewegung“ zu funktioneller Bekleidung und strapazierfähigem Schuhwerk griffen und die Vorzüge von Rucksäcken schätzten. Parallel dazu schürt der wachsende Wettbewerb die Preissensibilität, was zur Folge habe, dass sich die Branche ihren Wachstumsgrenzen nähere. Marktteilnehmer müssten nun mehr für ihren Erfolg tun, warnt die Studie. Die Branche müsse sich profilieren, dadurch Kundengunst gewinnen und Marktanteile sichern. Dabei werde der Handel mit zunehmender Vertriebskomplexibilität (Vertikalisierung, Multichannel) konfrontiert. Auf Herstellerseite laute das Motto: Expansion bei den Großen, während sich kleinere Hersteller immer stärker spezialisierten.

Trend: hochwertige Produkte

„Outdoor 2011“ identifiziert die strategischen Ansätze für die Branchenzukunft: „Kompetente Sortimente, professionelle Kundenorientierung, spannende Läden, emotionales Visual Merchandising.“ Hersteller müssten insbesondere die Nachfragetrends demografische Entwicklung, Gesundheits- und Fitnessbewusstsein im Auge behalten. Hilfreich, so die Studie weiter, sei auch der Trend zu höherwertigeren Produkten, der allerdings kompetente Sortimente und Beratung erfordert.

Das zusammen erklärt den stabil hohen Marktanteil der Fachhandelsstufe, erläutert Branchenkenner Dominik Nuss von der BBE Handelsberatung. Immerhin halte dieser Distributionsweg aktuell einen Marktanteil von 70 Prozent. Noch verdiene der Handel richtig gut im Outdoorsegment. Aber Nuss warnt: „Es ziehen Wolken am Himmel auf: Discounter, vor allem ausländische, wollen und werden den deutschen Markt aufmischen. Die nächste Runde im Konkurrenzkampf ist eingeläutet.“

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