sport+mode
Fedas Generalversammlung
v.l.n.r.: Michael Nendwich, Dave Quadflieg, Karin Höcker, Peter Bruggmann, Werner Haizmann

Fedas: Europäischer Sportfachhandel tagt in der Schweiz

Vom 25.-27. Juni hat der Verband des europäischen Sportfachhandels Fedas in St. Gallen, Schweiz, getagt. Ergebnis: Präsident Werner Haizmann, zugleich Präsident des deutschen Fachverbandes vds, wurde einstimmig in seiner Fedas-Präsidentschaft bestätigt.

Michael Nendwich, Geschäftsführer des VSSÖ und Vertreter des österreichischen Sportfachhandels in der Fedas, wurde zum geschäftsführenden Präsident berufen. Er soll künftig dafür sorgen, die Zusammenarbeit der Fedas mit der Fesi, der Federation of the European Sporting Goods Industry, zu vertiefen – eine Kooperation, die beide Verbände im Jahr 2015 in Brüssel vereinbart haben. Ziel ist es, den Einfluss der Fedas bei der EU in Brüssel zu stärken. Auch gemeinsame, europäische Ausbildungsrichtlinien im Sportfachhandel stehen auf der Agenda.

Des Weiteren wurden die beiden Vizepräsidenten der Fedas in ihrem Amt bestätigt: Peter Bruggmann, Präsident der Asmas in der Schweiz, und sein Kollege vom holländischen Fachhandelsverband Dave Quadflieg bekleiden diese Posten. Generalsekretär ist weiterhin Karin Höcker, die die Geschäftsstelle der Fedas in München betreut.

Fedas-Präsident Werner Haizmann nahm in seinem Jahresbericht Stellung zur Zukunft des Marktes: „Wir sind uns des raschen Fortschreitens der Digitalisierung in der europäischen Sportartikel- und Sportmodebranche bewusst. Wir werden sie von unseren in der Fedas vertretenen Berufsverbände und ihrer Mitglieder aktiv und konstruktiv begleiten.“ Wichtigstes Verbandsziel sei nach wie vor, „die Überlebensfähigkeit der europäischen Sportfachgeschäfte am 500 Millionen Verbraucher starken europäischen Markt zu sichern und auszubauen.“

Auch die jeweiligen Berichte aus den Mitgliedsländern hätten aufgezeigt, dass die Anforderungen an den Fachhandel und seine Herausforderungen durch die mittlerweile global agierenden Sportartikelkonzerne stetig steigen. Mehr noch: „Aus früheren engen Industriepartnern sind heute große Mitbewerber geworden, deren Ziel es ist, ihre Produkte direkt auf allen großen digitalen Plattformen in Europa zu verkaufen“, so lautet das Credo der Berichte.

Die Fedas sehe sich vor der Herausforderung, dass im Rahmen der Digitalisierung die Kunden, vor allem die Gruppe der Ü 30, von den Globalplayers der Branche via Social Media heute viel direkter angesprochen würden. So müsse sich der europäische Sportfachhandel müsse damit auseinandersetzen, dass es für Kunden bereits vom Hersteller speziell nach ihren Wünschen und Anforderungen hergestellte Sportschuhe gibt, die sie nach kurzer Zeit in einer Filiale des Unternehmens abholen können oder geliefert bekommen.

Der europäische Verband beschloss, seinen Auftritt im Rahmen der EU-weiten europäischen Sportwoche zu verstärken. Hier begrüßte die Fedas die „Get out There“-Initiative der EOG, an der auch Intersport International oder Sport 2000 International beteiligt sind.

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