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Sport 2000: Outdoorpotenzial noch nicht ausgeschöpft

  • 16.07.2013
  • Handel
  • sport+mode-Redaktion

(Ast) Sport 2000-Geschäftsführer Andreas Rudolf sieht weiterhin Wachstumschancen für das Outdoorsegment. Allerdings müsse sich der Markt weiterentwickeln und die Industrie Innovationen entwickeln, die auf die Bedürfnisse der Kunden ausgerichtet seien

Laut Zahlen des Verbands trägt das Outdoorsortiment bis Ende Juni mit 22,7 Prozent immer noch den höchsten Anteil am am Gesamtumsatz der Sport 2000-Händler bei.

Dies entspricht einem Plus von 2,1 Prozent im Jahresvergleich. Dem unbeständigen Wetter entsprechend fielen auch die Zahlen in den einzelnen Outdoorwarengruppen aus. Als Umsatztreiber hätten sich Jacken erwiesen, weshalb auf Textil einen Umsatzanteil von 57 Prozent entfalle, ein Zuwachs von 4 Prozent. Für den Kategorien Schuhe (-1,5 Prozent) und Hartwaren (-3,5 Prozent) wirkte sich das unbeständige Wetter nicht als Vorteil aus, beide Warengruppen weisen ein Minus auf.

Handlungsbedarf bei Marken

Rudolf sieht trotz des hohen Umsatzanteils Handlungsbedarf: „Wenn die Outdoorindustrie will, dass dies so bleibt oder der Umsatz gar wieder ausgebaut wird, dann muss sich der Markt auch weiterentwickeln.“ Hier sieht er die Marken in der Pflicht, den nächsten Schritt zu tun: „Leider fehlt es der Industrie noch immer an echten Innovationen. Die Produktentwicklung müsste zudem vielmehr auf die Bedürfnisse der Konsumenten ausgerichtet sein.“

Sport 2000 teile dennoch auch weiterhin nicht Branchenaussagen, dass bei Outdoor kein Wachstum mehr möglich sei. „Potenziale gibt es in mehreren Bereichen – diese müssen aber auch ausgeschöpft werden und bestimmte Zielgruppen ganz individuell angesprochen werden“, fordert der Geschäftsführer.

Softshell-Jacken schwächeln

Bei den generellen Trends zeichne sich ab, dass der Abverkauf des einstigen Kassenschlagers Softshell-Jacke immer schwieriger werde. „Hier ist vor allem ein angebrachtes Preisniveau verloren gegangen.“ Bewertet der Geschäftsführer die Situation. Daneben zeichne sich ein Trend hin zur multifunktionalen, leichten Hardshell-Jacke ab. „Nach wie vor werden Outdoorjacken auch zum Einsatz in der Freizeit gekauft. Allerdings ist der modische Trend nicht mehr der Wachstumstreiber. Vielmehr lässt sich eine Verlagerung der Nachfrage auf eher sportliche, perfomance-orientierte Styles beobachten“, erklärt Hans Allmendinger, Bereichsleiter Marketing.

3,1 Prozent Minus

Die Umsätze der Sport 2000-Mitglieder liegen aufgelaufen bis Juni 3,1 Prozent unter dem Vorjahresniveau. In Anbetracht des starken Vorjahres mit einem Plus von 7,5 Prozent und der Wetterkapriolen sei dies kein schönes, aber ein akzeptables Ergebnis. „Das erste Halbjahr 2013 wurde durch starke Wetter- und damit auch Umsatzsprünge geprägt. Nach einem verhaltenen Start ins Jahr und einem unbefriedigendem ersten Quartal konnten unsere Partner vor allem in den Monaten April und Mai die aufgelaufene Jahres-Statistik verbessern“ kommentiert Rudolf die Umsatzentwicklung.

Rückblickend hätten sich Running (plus 5,2 Prozent) deutlich positiv entwickelt, insbesondere das Thema Natural Running sorgte für bedeutende Abverkäufe in den Geschäften. Unter dem unbeständigen Wetter zu leiden hatten laut Rudolf vor allem die Segmente Bade/Beach (minus 8,9 Prozent) sowie Teamsport (minus 3,9 Prozent).

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