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Sport 2000: Veranstaltung zur Zukunft des Handels

  • 16.05.2011
  • Handel
  • sport+mode-Redaktion

(Ast) Am 5. Mai hatte Sport 2000 die 100 wichtigsten Lieferanten der Verbundgruppe nach Mainhausen eingeladen, um sich über die Zukunft des Handels und die Zusammenarbeit mit den Marken auszutauschen.

Unter dem Motto „Kooperation 2.0 – Handel neu denken“ stellten Andreas Rudolf, Geschäftsführer Sport 2000, und der Vorstandsvorsitzende der Anwr-Gruppe Günter Althaus dem Fachpublikum Trends und zukünftige Herausforderungen des Handels vor. Sie sprachen zudem über Ideen und Konzepte, um diesen Entwicklungen gemeinsam zu meistern.

Laut Rudolf ist das Umfeld des Sportfachhandels im Umbruch. Der Einzelhandel-Anteil am privaten Konsum falle, die Polarisierung der Märkte schreite voran, die Flächenproduktivität sinke. Rudolf: „Umwelt, Gesellschaft, Wirtschaft, Politik und Technologie nehmen Einfluss auf die Zukunft des Handels.“

Top-Thema Nachhaltigkeit

Gesteigertes Umweltbewusstsein ist laut Rudolf ein Beispiel für gesellschaftliche Trends, die die Rahmenbedingungen für den Sportfachhandel verändern werden. Endverbraucher achteten immer mehr auf die Folgen ihres Konsums – Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung und soziale Verantwortung gewönnen an Relevanz. Außerdem boome das Interesse an Wellness und Gesundheitsvorsorge. Rudolf: „Die Altersgesundheit verbessert sich zusehends, das Kriterium Gesundheit wird entscheidende Kaufmotivation werden.“

Einfluss virtueller Kommunikation steigt weiter

Für junge Menschen seien mobile Internetanwendungen und vernetzte Kommunikation längst Bestandteil des Lebens. Nicht ausschließlich Produkte seien entscheidend, sondern ein "vertrautes, gutes Einkaufserlebnis". Die Macht virtueller Gruppen werde weiter wachsen. Kunden trauen Kunden - dieser Einfluss von Kundenbewertungen lasse die Autorität von Markenaussagen schwinden.

Mehrwert des Fachhandels vermitteln

Laut Rudolf ist an der Zeit, in die Offensive zu gehen und Konzepte zu entwickeln, die gemeinsam auf die Zukunft vorbereiten. Konkret gehe es darum, Konsumenten den Mehrwert zu vermitteln, den ein Einkauf bei dem Sportfachhändler vor Ort mit sich bringt. Neben Beratungskompetenz würden Persönlichkeit und Authentizität im Fachhandel immer wichtiger. Andreas Rudolf: „Die ungehobenen Ressourcen von morgen sind nicht Rohstoffe und Politik, sondern menschliche Beziehung und damit Persönlichkeit.“

Anwr: Integrierte Handelsprozesse besitzen höchste Priorität

Günter Althaus präsentierte auszugsweise die strategischen Schwerpunkte innerhalb der Anwr-Gruppe. Höchste Priorität gelte dem Projekt Integrierte Handelsprozesse. Ziel hierbei sei es, den Partnern, Händler und Herstellern, Lösungen anzubieten, die für eine größtmögliche Effizienz in der Zusammenarbeit sorgten. Im Vordergrund der Bemühungen stünden die elektronische Integration und Verzahnung von unternehmensübergreifenden Geschäftsprozessen.

Anderen Weg bei E-Commerce gehen

Althaus: „Integrierte Handelsprozesse sind zudem notwendige Voraussetzung, um das Trendthema E-Commerce effizient gestalten zu können.“ Der Blick in die Regale in Echtzeit mit permanenter Verfügbarkeitsanzeige erleichtere etwa die Arbeitsprozesse im Internethandel. Die Anwr-Group setze hier auf eine Lösung, die sich von den dominierenden Anbietern am Markt differenziert. „Wir werden nicht mit dem Strom schwimmen, sondern das tun, was für unsere Partner am wichtigsten ist: den Endverbraucher in das Geschäft zu bringen“, erklärt Rudolf die Zielrichtung.

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