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Intersport: Vorjahresniveau war im Dezember nicht zu erreichen

  • 16.01.2012
  • Handel
  • sport+mode-Redaktion

(Ast) Die Trauben hingen nach einem Traumdezember 2010 schlicht und einfach zu hoch. Die Mitglieder der Verbundgruppe Intersport mussten im Dezember 2011 bittere Umsatzeinbußen hinnehmen. Das Minus betrug im Jahresvergleich 28 Prozent.

Was für eine Berg- und Talfahrt. Im Vorjahr konnten die Händler einen Bilderbuch-Dezember mit Schnee und Kälte genießen. Ein Plus von sage und schreibe 50 Prozent bei Wintersportartikeln verzeichneten die Intersportler im Dezember 2010.

Sieben Grad wärmer als Dezember 2010

Die Ursache für die den unterschiedlichen Geschäftsverlauf lässt sich am Thermometer ablesen. Laut Intersport war der Dezember 2011 im Mittel über sieben Grad wärmer als der Vorjahresmonat. Trotz des drastischen Rückgangs erwirtschafteten die Händler immer noch vier von zehn Euro mit Wintersportartikeln. Doch die sehr hohen Vorgaben des Dezembers 2010 waren trotzdem außer Reichweite. Dieser Monat hatte ein exorbitantes Wachstum von 28 Prozent im Vergleich zum Dezember 2009 aufgewiesen.

Teamsport ragt heraus

Positiv im Sortiment der Intersportler ragten hingegen Running und Teamsport heraus. Die Erlöse mit Teamsportartikeln stiegen um 29 Prozent, die Umsätze mit Runningprodukten gar um 30 Prozent. Dementsprechend waren Laufschuhe der Renner bei den Mitgliedern der Verbundgruppe in einem sehr nassen und milden Dezember. Fußballschuhe und -bälle standen ebenfalls häufig auf den Einkaufszetteln der Kunden. Gefragt waren ebenfalls Indoor- sowie Kindersportschuhe. Wie schon in einigen Monaten zuvor bereiteten Sporttaschen den Intersportlern ebenfalls viel Freude.

Laufen auch wichtiges Textilthema

Running belebte auch das Textilgeschäft im Dezember. Laufbekleidung ging erfreulich oft über die Ladentheke. Auch textile Klassiker waren im vergangenen Monat beliebt: lange Sporthosen, Sweats und T-Shirts. Auch Fußballanhänger oder deren Verwandschaft waren in Kauflaune, Fantrikots spülten ebenfalls ansehnliche Beträge in die Kassen der Händler.

Wintersport leidet

Auf der Verliererseite stand im viel zu warmen Dezember logischerweise alles, was mit Winter zu tun hat. Skihelme und alles was mit Langlauf zu tun hat, war bei Hartwaren nicht gefragt. Winteraccessoires und -jacken rangierten im Textilsegment auf den letzten Plätzen.

Hartware verliert am stärksten

Im Hartwarensegment mussten die Intersportler dementsprechend im Dezember 2011 die bittersten Einbußen hinnehmen. Die Erlöse lagen genau ein Drittel unter dem Niveau des Dezember 2010. Schuhe kamen noch am glimpflichsten davon: Hier lag das Minus bei 18 Prozent. Bei Textilien mussten die Händler einen Umsatzrückgang von 27 Prozent verkraften.

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