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Intersport: Sportbranche spürt die Wetterabhängigkeit

  • 15.12.2011
  • Handel
  • sport+mode-Redaktion

(Ast) Dieses Jahr wird nicht wie die vergangenen mit einem Plus enden. Die Mitglieder der Verbundgruppe Intersport werden 2011 mit einem Umsatzminus zwischen sechs und acht Prozent beenden. Dies prognostizierten die Vorstände Klaus Jost und Kim Rother auf der traditionellen Jahresend-Pressekonferenz in Heilbronn.

Der Markt für Sportartikel in Deutschland und Europa schrumpft laut Intersport in diesem Jahr um jeweils vier Prozent. In Euro ausgedrückt bedeutet dies einen Umsatzrückgang für die Intersportler von 2,91 Milliarden (2010) auf rund 2,7 Milliarden im laufenden Jahr. Der deutsche Gesamtmarkt schrumpft dementsprechend von 7,9 auf rund 7,6 Milliarden Euro.

Wetter macht Strich durch die Rechnung

Der Sportfachhandel habe in diesem Jahr besonders unter dem ungünstigen Wetter zu leiden gehabt, unterstrichen die Vorstände. Das abrupt ab Januar 2011 beendete Winterwetter, der Hitzemonat April und ein flauer Sommer hätten für nicht geplante Umsatzeinbußen gesorgt, die in der zweiten Jahreshälfte mit einem zu warmen und trockenen Herbst nicht aufzuholen gewesen seien.

Wintersport und Outdoor weiter Wachstumstreiber

Trotz der Wetterkapriolen seien Wintersport, Running/Fitness, Outdoor und Fußball/Teamsport nach wie vor die Umsatzmotoren. Zwar hätte die Fußball-WM der Frauen die hohen Erwartungen nicht erfüllen können. Die Medienpräsenz hätte trotzdem dafür gesorgt, Fußball über die Geschlechter hinweg weiter zu etablieren. „Auch der Outdoortrend, mit dem es das Wetter im ersten Halbjahr nun wirklich nicht gut gemeint hat, bietet weiterhin viel Potenzial und den Menschen einen wert- und sinnvollen Fixpunkt im hochtechnisierten Alltag", erklärte Jost. „Die etablierte Gesundheitsgesellschaft garantiert dem Segment Running/Fitness weiterhin eine positive Entwicklung auf hohem Niveau", führte der Intersport-Vorstand weiter voraus. Im Wintersport erwarten die Heilbronner zumindest bei Schnee und Kälte im Januar und Februar 2012 deutliche Umsatzimpulse.

Flächenexpansion geht weiter

Im abgelaufenen Geschäftsjahr (Ende 30. September) konnte sich die Intersport über 48 Neuaufnahmen, 46 Filialeröffnungen sowie über 80 Neu- und Umbauten freuen. Alleine aus den Aufnahmen und Eröffnungen resultiert nach Angaben des Verbands ein zukünftiges Umsatzwachstum von über 80 Millionen Euro pro Jahr.

Aktuell hat der Verbund rund 1.500 Verkaufsstellen, die von 1.000 Mitgliedern geführt werden. Ein Flächenzuwachs von rund 40.000 Quadratmetern erhöhen den Gesamtwert per Ende 2011 auf insgesamt 960.000 Quadratmeter bewirtschaftete Verkaufsfläche. Vorstand Kim Roether: „Mit einem eingespielten Standortmanagement vermeiden wir trotz dieses Wachstums mögliche Kannibalisierungseffekte. Vor allem freuen wir uns über die aktiven und risikofreudigen Mitglieder, die hohe Investitionen für bessere Standorte und optimierte Flächen erbringen."

Prognose 2012

Das nächste Jahr werde ein spannendes und einmal mehr forderndes Handelsjahr, sagten die Vorstände voraus. Deutschland habe gute Chancen, trotz unsicherer Rahmenbedingungen weiterhin Wachstum zu erzielen. Die gute Beschäftigungslage, aber auch die etablierte Gesundheitsgesellschaft wirken sich positiv aus – besonders auf die Sportbranche. Mit Investitionen in Mitarbeiter, Marketing und Neue Medien, Mitgliederservices und Flächen werde Intersport auch im Jahr 2012 ihre Marktführerschaft ausbauen.

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