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CIR ruft zu Störaktionen im Handel auf

  • 15.10.2010
  • Handel
  • sport+mode-Redaktion

(Ast) Die Christliche Initiative Romero (CIR) hat Verbraucher dazu aufgerufen, im Outdoorfachhandel organisiert zu protestieren. Die Störer sollen auf die nach Ansicht der CIR unwürdigen Arbeitsbedingungen bei Outdoormarken hinweisen.

Die Christliche Initiative Romero (CIR) hat Verbraucher dazu aufgerufen, im Outdoorfachhandel organisiert zu protestieren. Die Störer sollen auf die nach Ansicht der CIR unwürdigen Arbeitsbedingungen bei Outdoormarken hinweisen.

Verbraucher sollten etwa Etiketten an Kleidungsstücken befestigen, die über die Art ihrer Produktion in der Lieferkette der Outdoorunternehmen informieren. „Im Geschäft werden möglichst unauffällig Waschzettel an den Kleidungsstücken angebracht und in den Regalen aufgestellt“, heißt es in dem Appell.

Gespräche mit Kunden, Verkäufern und Händlern

Weiterhin sollen die Störer Gespräche mit Kunden, Verkäufern und der Leitung der jeweiligen Geschäfte führen. „Man kann ihnen die Forderungen der Kampagne für Saubere Kleidung erläutern und darauf drängen, dass in der Kundenberatung auch der Aspekt der Arbeitsbedingungen in den Zulieferfabriken der Branche thematisiert wird."

Appell an Spender und Mitglieder

Der Aufruf findet sich in der vierseitigen Aktionszeitung „Brennpunkt“, die sport+mode vorliegt. Diese Publikation wurde nach Angaben von Kirsten Cloduis, Referentin für die Kampagne für Saubere Kleidung (Clean Clothes Campaign, CCC) im September von der CIR an „Spender und Mitglieder“ versandt. Über die Zahl der kontaktierten Personen konnte Clodius keine Auskunft geben.

Umfangreiche Informationen zur Aktionsplanung

Die umfangreiche Anweisung enthält detaillierte Informationen, wie die Störer ihre Aktion planen und durchführen sollen. Die Störung und ihr Anlass sollen über lokale Medien publik gemacht werden. „Wichtig: Vor der Durchführung der Aktion sollten die ausgewählten Geschäfte gut (und unauffällig) inspiziert werden.“

Druck auf Outdoorfirmen ausüben

Ziel der Aktion sei, eine möglichst große Öffentlichkeit zu erreichen, um Druck auf jene Outdoormarkenfirmen auszuüben, „die sich noch immer nicht in genügender Weise zu ihrer Verantwortung in ihren Fertigungsstätten bekennen.“ Die entsprechenden Unternehmen seien aus der aktuellen Outdoorunternehmensprofilen der Kampagne für Saubere Kleidung ersichtlich. „Aus diesen Profilen kann man jene schwarze Schafe der Branche auswählen, auf die man sich bei seiner eigenen Aktion konzentrieren möchte“, heißt es in dem Aufruf.

Die Organisation CCC hatte 15 Outdoorunternehmen nach den Arbeitsbedingungen in ihren Zulieferfirmen befragt. Das Vorgehen der CCC beim Erstellen und Auswerten dieser Studie wurde in der Outdoorbranche heftig diskutiert und kritisiert. Die CCC ist nach eigenen Angaben ein Netzwerk, in dem sich 20 Trägerorganisationen zusammen gefunden haben. CIR ist einer der Träger der CCC.

Weitere Informationen hierzu in der nächsten Ausgabe der sport+mode

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