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Intersport: optimistisch für die Zukunft

  • 15.07.2011
  • Handel
  • sport+mode-Redaktion

(Ast) Der Sportmarkt im Jahr 2011 ist bislang rückläufig, haben die Intersport-Vorstände auf der Pressekonferenz des Verbundes im Rahmen der OutDoor mitgeteilt. Auch in Heilbronn musste in den ersten sechs Monaten ein Umsatzminus verkraftet werden, trotzdem blicken Klaus Jost und Kim Roether zuversichtlich voraus.

Um drei Prozent ist das Volumen des Sportartikelmarktes in Deutschland nach Angaben der Intersport im ersten Halbjahr 2011 geschrumpft. Bislang wurden 3,43 Milliarden Euro umgesetzt. In der Vergangenheit habe sich die Intersport regelmäßig besser entwickelt als der Gesamtmarkt, betonten die Vorstände in der Pressekonferenz. Aktuell lägen die Erlöse der Intersport-Mitglieder im Jahr 2011 mit 1,21 Milliarden Euro um sechs Prozent unter dem hohen Niveau des Vorjahres. Die aufgelaufenen Umsätze der Mitglieder mit dem Segment Outdoor von Januar bis Juni sind derzeit drei Prozent niedriger als in den ersten sechs Monaten des Vorjahres.

Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen sehen die Intersport-Vorstände Klaus Jost und Kim Roether sehen keinen Anlass für Pessimismus. Vielmehr bestünde die Chance, mit Vertriebs-, Marketing- und Logistik/IT-Konzepten die Mitglieder noch besser zu unterstützen.

Textil im Minus, Schuhe und Hartware im Plus

Das Wetter habe es mit dem Segment Outdoor in den vergangenen sechs Monaten nicht gut gemeint. Trockene und sonnige Temperaturen hätten kurze Hosen, T-Shirts und Badebekleidung zu Rennern im Sortiment werden lassen. Regenjacken und Outdoorfunktionsjacken hätten hingegen auf der Verliererseite gestanden. Outdoorhartware und -schuhe hätten hingegen gepunktet. Vor allem Daybags und Rucksäcke, Trekkingsandalen und Bergschuhe seien sehr gefragt gewesen. Bei einem hohen Textilanteil von rund 50 bis 60 Prozent hätten die harten Sortimente jedoch das Minus bei Bekleidung nicht kompensieren können.

Aus der Frauennationalmannschaft trifft

„Leider auch nicht auffangen konnte die Frauen-Fußball-WM die hohen Vorgaben aus der Männer-WM in 2010. Die Erwartungshaltung von Industrie und Handel, rund zehn bis 15 Prozent des Vorjahres einzufahren, dürfte sich nach dem frühen Aus unseres Nationalteams eher bei nüchternen zehn Prozent einspielen“, erklärte Jost. Nichtsdestotrotz erfreue sich der Frauen-Fußball einer gerechtfertigten Medienpräsenz und auch daraus resultierend einem prozentualen Zuwachs bei Vereinsanmeldungen durch Mädchen, der zweistellig ausfallen kann. Im Halbjahresrückblick musste wetterbedingt das Segment Wintersport den größten Rückschlag verkraften. Das Segment Teamsport, insbesondere Fanartikel, hätte die hohen Werte des Vorjahres nur teilweise erreichen können. Sehr positiv hingegen hätten sich die Umsätze bei Running und Multisport/Fitness entwickelt.

Verkaufsfläche wächst weiter

Rund 850 der insgesamt 1.500 Mitgliedsgeschäfte bieten laut Intersport-Vorstand Outdoor-sortimente. Dazu komme das auf das Outdoorsegment ausgerichtete Betriebstypenkonzept Intersport Adventure, das bereits an neun Standorten umgesetzt ist. Intersport verfüge deswegen über rund ein Drittel des Outdoormarkts in Deutschland. Dies spüle weit über 600 Millionen Euro in die Kassen der Mitglieder.

Für das Gesamtjahr 2011 prognostiziert Vorstand Kim Roether über 80 Um- und Neubauten mit rund 40.000 Quadratmetern neuer Verkaufsfläche. Laut Roether gibt es dabei keine Kannibalisierungseffekte. Diese werden durch Standortmanagement vermieden. Stolz sei der Vorstand auf das Engagement der Mitglieder: Rund 30 Millionen Euro investierten sie in neue und optimierte Flächen. Der Verbund erwartet daraus ein Wachstum auf Sicht von über 70 Millionen Euro pro Jahr ab 2012.

Prozessoptimierungen dauern an

Das angekündigte Order-Portal 2.0 ging mit dem Modul Nachorder am 1. Juli punktgenau an den Start, berichtete Roether. Das Reorganisieren der Stammorder-Kommissionierung, Optimieren der Transportsteuerung und das Lagerverwaltungssystem im Heilbronner Zentrallager bezeichnete Roether als die momentan wichtigsten Projekte in der Lieferkette.

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