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Intersport: kein Umsatzrausch wie im Vorjahr

  • 13.12.2011
  • Handel
  • sport+mode-Redaktion

(Ast) Nicht jeder November kann den Sportfachhändlern explodierende Erlöse bescheren. Im vergangenen Monat mussten die Intersportler im Jahresvergleich ein Umsatzminus von neun Prozent verkraften. Allerdings war die Vorgabe extrem hoch. Der November 2010 hatte die Händler mit einem Erlösplus von satten 23 Prozent beglückt.

Rückblende: Winter war es im November 2010, und zwar richtig. Ab dem 20. November hatten Schnee und Eis ganz Deutschland fest im Griff. Des Autofahrers Leide, des Sportfachhändlers Freud: Winterhartware stand bei den Sportlern in den letzten eineinhalb Wochen des November 2010 sehr hoch im Kurs. Um sage und schreibe 30 Prozent lagen die Wintersporterlöse der Intersportler über dem Niveau des Novembers 2009. Im November 2011 hingegen war vom Winter weit und breit nichts zu sehen. Rekord-Trockenheit, überwiegend sonnig – so präsentierte sich der November 2011.

Schneemangel bremst Geschäfte

Das Ausbleiben des Winters hat Spuren in den Bilanzen der Intersport-Mitglieder hinterlassen. Bis zum 20. des vergangenen Monats lagen die Umsätze der Händler auf dem Niveau des Novembers 2010. Doch danach ging die Schere auf: In den letzten Novembertagen konnten die exorbitanten Umsätze des Vorjahres nicht erzielt werden. Aufgelaufen liegen die Erlöse der Mitglieder der Heilbronner Verbundgruppe vier Prozent unter dem Niveau von Januar bis November 2010.

Fußball in der Halle ist in

Die Auswirkungen des Wetters sind auch in den Sortimenten der Händler sichtbar. Wintersportartikel rangierten mangels Schnee im November auf den letzten Plätzen bei Hartwaren und Schuhen. Bei Textilien waren Fleecejacken kaum gefragt. Sehr erfreulich verkauften sich hingegen Fußballschuhe für die Halle. Lange Sporthosen waren im Textilsegment der Renner. Für hohe Umsätze sorgten Lauf- und Trekkingschuhe.

Kinderschuhe gefragt

Kinderschuhe gingen ebenfalls häufig über die Ladentheke. Sport und Freizeitmodelle für die Kleinen sorgten für klingelnde Kassen. Sportler haben immer großen Transportbedarf: Rucksäcke und Sportaschen fanden im November viele Abnehmer. Laufen war und ist in diesem Jahr in; Bekleidung hierfür war im vergangenen Monat ebenfalls ein Umsatzmotor. Auch Fitness-Oberteile, T-Shirts, Sweats und der Klassiker Wanderhosen erfreuten die Intersportler.

Hartware leidet unter dem Wetter

Schuhe behaupteten sich im zu warmen und trockenen November am besten. Der Umsatzrückgang belief sich im Jahresvergleich auf zwei Prozent. Textilien büßten neun Prozent ein. Am stärksten beeinträchtigte der Schneemangel naturgemäß die Hartware. Ein Minus von 13 Prozent stand hier zu Buche. Aufgelaufen sind die Umsätze der Intersportler inklusive November vier Prozent niedriger als im Vorjahr. Aber das Jahr 2010 hatte den Sportfachhandel auch mit perfektem Wetter beglückt.

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