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Sport 2000: Outdoorumsatz weiterhin stabil

  • 12.07.2012
  • Handel
  • sport+mode-Redaktion

(Ast) Die Verbundgruppe Sport 2000 hat in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres ein Umsatzwachstum von 7,5 Prozent erwirtschaftet. Dies teilt der Verband anlässlich der OutDoor mit.

Damit legte das Ergebnis der an Mainhausen angeschlossenen Händlern im Jahresvergleich deutlich zu: Im ersten Halbjahr 2011 hatten die Sport 2000-Händler 0,9 Prozent eingebüßt.

Die Warengruppe Outdoor zeigt sich mit einem aufgelaufenen Gesamtumsatz von minus 0,1 Prozent in den ersten sechs Monaten des Jahres stabil. Ausschlaggebend für den positiven Zwischenstand waren aufgrund der Fußball-EM der Teamsport (plus 19,8 Prozent), gefolgt von Running/Walking (plus 14 Prozent). Der Anteil des Sortiments Outdoor sank leicht um 1,5 Prozentpunkte und lag im ersten Halbjahr 2012 bei 22 Prozent. Während Runningartikel profitierten, musste auch der Wintersport (minus 24,3 Prozent) dem späten Wintereinzug Tribut -zollen.

Hartware verliert deutlich

Outdoorschuhe sind auch für die Freizeit ein Trend und bescherten dem Segment ein Plus von 6,2 Prozent. Outdoortextilen, insbesondere Jacken, fielen um 2,3 Prozent zurück. Hauptgrund hierfür sei der späte Wintereinbruch gewesen. Das lange Warten auf Winterwetter im Zusammenspiel mit Schnee in Wanderregionen bis in den April sorgte bei Outdoorhartware für ein Minus von 12,2 Prozent.

Der Ruf nach einer partnerschaftlicheren Zusammenarbeit mit den Lieferanten wird laut Sport 2000 lauter. Viele Lieferanten verlagern Risiken immer mehr in den Handel. Die Anzahl der eigenen Shops steigt, der Fokus liegt auf großen, umsatzstarken Händlern. „Doch Größe und Key Account sind kein Garant für erfolgreiches Wirtschaften, dafür gibt es genügend gute Beispiele“, betont Sport 2000-Geschäftsführer Andreas Rudolf. „Wachstum als treibende Feder ist nicht verwerflich, solange Qualität und Quantität ausgeglichen sind.“

Partnerschaft angemahnt

„Doch welche Industriepartner sind das“, gibt der Sport 2000-Geschäftsführer zu Bedenken. „Wer betreibt wenig Preisdumping? Wer hat keine eigenen Geschäfte? Welche Lieferanten sind bereit für intelligente Konditionen, Abverkaufsunterstützung, Warenaustausch, Flächenbewirtschaftung und Artikelstammdaten? Welche Lieferanten orientieren ihren Orderzeitraum näher am Verkaufszeitpunkt? Industriepartner, die diese Kriterien erfüllen, sind wirkliche Partner“, resümiert Rudolf.

Selektiver Vertrieb begrüßt

Unlängst hätten Adidas und Nike neue -E-Commerce-Vertriebsrichtlinien verabschiedet. Händler, die Artikel der Marken über Ebay oder Amazon verkaufen, werden nicht mehr beliefert. Der Onlinevertrieb dürfe nur noch über eigene Händlerplattformen und genehmigte Websites erfolgen. Sport 2000 begrüße diese Vorgehensweise, denn sie kann ein Stop-Signal für den stärker werdenden Wildwuchs bewirken. Professionelle Onlinehändler profitierten mittelfristig von solchen Maßnahmen. Letztendlich seien alle Aktivitäten, die mehr Wertigkeit einfordern, gut für den Fachhandel. Die Voraus-setzung seien klare Regeln bei Verstößen sowie die Abkehr von der Belieferung von Drittvermarktungsplattformen durch die Industrie selbst. „Solange nicht die Hersteller am Ende alleiniger Nutznießer solcher Richtlinien sind, sagen wir ‚Ja‘ dazu. Zudem hoffen wir auf -Signalwirkung auch für andere Lieferanten“, erklärt Rudolf.

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