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Fedas-Generalversammlung 2011: Haizmann als Präsident bestätigt

  • 09.06.2011
  • Handel
  • sport+mode-Redaktion

(jal) Der Präsident des Verbandes Deutscher Sportfachhandel vds, Werner Haizmann, ist in der Generalversammlung des europäischen Sportartikelhandelsverbandes Fedas für eine weitere Amtszeit von drei Jahren wiedergewählt worden. Der italienische Händlerverband Modaitalia hatte nach Rom geladen – dort tagte vom 22. bis 24. Mai die Fedas.

Vizepräsidenten sind des Weiteren: Ernst Aichinger, Wien, Vizepräsident des VSSÖ in Österreich; Enrico Rossi, Bologna, Präsident der Gruppe Sport von Modaitalia; Marcel Savioz, Bern, Vizepräsident der Asmas in der Schweiz, und Dave Quadvlieg vom holländischen Verband Mitex in Amsterdam. Ehrenpräsident ist Adriano Testa aus St. Moritz in der Schweiz. Die Geschäftsführung der Fedas liegt weiterhin in den Händen von Claude Benoit in Bern.

Vorbild Italien

Der Generaldirektor Intersport Italien, Flavio Mazzocchi, berichtete seinen Kollegen, dass die Intersport Italia in den vergangenen Jahren den großen Umschwung – weg von den kleinen Fachgeschäften hin zu größeren inhabergeführten Multibrandgeschäften – hervorragend gemeistert habe. Gleichzeitig sei am italienischen Markt eine stärkere Hinwendung der jungen Generation in Richtung Aktivsport zu spüren. Fußball, Fitness und alle Arten von Wassersport sind laut Mazzocchi große Umsatzbringer, daneben Basketball, und Volleyball. Der Wintersport spielt besonders in Norditalien seit vielen Jahren noch immer seine klassische Umsatzrolle. Der nicht organisierte, unabhängige Sportfachhandel in Italien hält noch 49 Prozent des Sportfachhandelsumsatzes. Es folgen: Intersport Italien mit 450 Geschäften (22%), Decathlon mit 16 Prozent, Sport Alliance mit sieben und Sport 2000 mit sechs Prozent. Nach Marktvorhersagen werden 2015 die unabhängigen Sportfachhändler in Italien nur noch 35 Prozent Umsatzanteil am Gesamtmarkt haben, der etwa 4,5 Milliarden Euro umfasst. Wie der Generaldirektor in Rom mutmaßte, könne der Anteil der Intersport dann bei 26,5 Prozent, der von Decathlon bei 22,5 Prozent und der von Sport Alliance und Sport 2000 bei jeweils acht Prozent liegen.

Sport ist weiter Megatrend

Der alte und neue Fedas-Präsident Werner Haizmann stellte dann in seinem Jahresbericht fest: Sport ist nach wie vor einer der Megatrends in Europa. Haizmann stützte sich dabei auf die Leitlinien der Europäischen Union für körperliche Aktivität, die aufzeigen, wie sich der europäische Sport entwickelt. Die Schau auf die gesamteuropäische Entwicklung bei der Förderung von Sport und Gesundheit zeige, so Haizmann, dass es „für uns Sportfachhändler in diesem 455 Millionen Einwohner großen Wirtschaftsraum der EU eine staatliche geförderte Unterstützung unserer Existenz als Sport-, Wellness- und Gesundheitsberater geben wird. Als nationale Verbände sind wir amtlich zur Mitarbeit und zur Zusammenarbeit auf regionaler Ebene aufgerufen. Viele von uns sind schon in der öffentlichen Diskussion um die Förderung vor allem des Schul- und Vereinssports tätigt. Besonders auch in unseren großen europäischen Verbundgruppen des Sportfachhandels wie Intersport oder Sport 2000. Ernst Aichinger vom VSSÖ ist als Präsident des österreichischen Betriebssportverbandes bereits ein Vorbild eines solchen Engagements eines Sportfachhändlers.“

Zusammenarbeit erweitern

Ein weiterer Tagesordnungspunkt der Generalversammlung war die Frage der weiteren europäischen Zusammenarbeit zwischen Sportartikelhandel und Sportartikelindustrie. In Rom entschloss man sich, den bereits eingeschlagenen Weg der Annäherung zwischen der Fedas und dem Verband der Europäischen Sportartikelindustrie Fesi fortzusetzen und noch enger zu gestalten. Damit will die Fedas der Tatsache Rechnung tragen, dass in Europa Handel und Industrie im Zuge der Vertikalisierung zusammenwachsen. Damit ergeben sich weitere gemeinsame Interessen zwischen Fedas und Fesi. Es sei daher folgerichtig, dass beide Verbände in den kommenden Jahren die gesamte Wertschöpfungskette Sport in Europa Schritt für Schritt bündeln und gemeinsame Sachthemen gegenüber der politischen und wirtschaftlichen Öffentlichkeit vertreten wollten.

FPS verlässt die Fedas

FPS, der französische Händlerverband, setzte sich seit geraumer Zeit für einen Zusammenschluss der zwei Verbände ohne Zwischenschritte ein, bewertete die Entscheidung der Fedas in Rom allerdings als „zu bescheiden“. Als Konsequenz daraus verlässt der Verband die Fedas am Ende dieses Jahres. Fedas bedauert nach eigenem Bekunden diesen Entscheid, bleibe aber zuversichtlich, die FPS in absehbarer Zeit wieder erreichen zu können, denn die FPS bleibt nach wie vor aktiver Partner der Fedas Standardization Organization.

Chefdiplomat des europäischen Sportfachhandels

Der besondere Dank aller Teilnehmer und der des Präsidenten galt der umfassenden Arbeit des Generalsekretärs Claude Benoit. Er sei seit 25 Jahren der Chefdiplomat des europäischen Sportfachhandels. Damit habe er das Gesicht der Branche und den Wert des Markenartikels „Fedas-Warengruppenschlüssel“ entscheidend mitgeprägt. Die nächste Generalversammlung findet 2012 in der Schweiz statt.

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