sport+mode
Haufenweise gefälschte Nike-Schuhe hat der Zoll in den letzten Monaten sichergestellt (Foto: Hauptzollamt Singen)

Zoll entdeckt zahlreiche gefälschte Nike-Schuhe

Rund 300 Paar gefälschte Nike-Sportschuhe sind dem Zoll in den vergangenen sechs Monaten ins Netz gegangen. Die Pakete kamen in den meisten Fällen aus China und waren für Empfänger im Südwesten Deutschlands bestimmt.

Zöllner des Zollamts Deißlingen hatten die Plagiate sichergestellt. Die Postsendungen seien allesamt neutral verpackt gewesen. Insbesondere die Modelle Nike Air Max und Nike Free seien sehr beliebt, die Zahl der entdeckten Fälschungen entsprechend hoch, heißt es in einer Pressemitteilung des Hauptzollamts Singen. Der Rechteinhaber – in diesem Fall die Firma Nike – lässt laut Zoll die Plagiate grundsätzlich vernichten. 

Beim Zollamt Deißlingen gehen Postsendungen aus Nicht-EU-Ländern ein und werden per Röntgenanlage kontrolliert. Hierbei soll festgestellt werden, ob der Inhalt der Pakete im Rahmen des Versandes korrekt angegeben worden ist – oder wie in den vorliegenden Fällen eben nicht. Die in den meisten Fällen chinesischen Versender würden vorsichtshalber erst gar nichts über den Inhalt ihrer Lieferungen angeben, so das Singener Hauptzollamt.  

"Sehr professionell"

Um den Absatz gefälschter Markenartikel zu forcieren, gehen die Fälscher laut Zoll sehr professionell vor: Die Internetseiten, auf denen die Artikel bestellt werden können, sind einem Nike Online-Store oftmals täuschend ähnlich nachempfunden. Auch wird den potenziellen Käufern durch die Seitenaufmachung suggeriert, sich auf einer deutschen oder EU-Webseite zu befinden.  

Die Bundeszollverwaltung hat im vergangenen Jahr gefälschte Waren im Wert von 134 Millionen Euro sichergestellt. Am häufigsten geschmuggelt werden laut Zoll Taschen, Sonnenbrillen, Uhren, Schmuck, Schuhe und Bekleidung.  

Die OECD schätzt den weltweit jährlich durch Plagiate verursachten Schaden auf über 250 Milliarden US-Dollar. Gefälschte Produkte haben inzwischen einen Anteil von fünf bis neun Prozent am Welthandel, was laut OECD einem Handelsvolumen von rund 450 Milliarden Dollar entspricht. Nach Angaben der Europäischen Union ist davon auszugehen, dass pro Jahr weltweit rund zwei Millionen Arbeitsplätze – 70.000 davon alleine in Deutschland – aufgrund von Markenpiraterie verloren gehen.  

Verwandte Themen
SportScheck, Nürnberg, Eröffnung, Ladenbau, Omnichannel
Sport Scheck stellt neues Ladenkonzept in Nürnberg vor weiter
Katadyn Gruppe Schweiz Vertriebswechsel Naturzone AG
Katadyn-Gruppe wechselt Vertrieb für mehrere Marken weiter
Fischer, Löffler, Ski, Händlerschulung, Colleges
Händlerschulung durch Fischer und Löffler weiter
Leki Customer Service Weihnachten
Leki-Customer Service im Weihnachtsgeschäft vermehrt im Einsatz weiter
Holmenkol Markus Meister Sales Director
Meister ist Sales Director bei Holmenkol weiter
Nordica, Alpin, Neureuther, Prelaunch, Produktpräsentation, Skischuhe, Ski
Nordica präsentiert Neuheiten weiter