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Sporthaus Boyke gibt auf

  • 06.09.2011
  • Handel
  • sport+mode-Redaktion

(Ast) Nach 32 Jahren im Laden, davon 20 Jahre als Inhaberin, war am 31. August Schluss. Rosel Boyke, Chefin des Sporthauses Boyke in Dessau, musste den Geschäftsbetrieb einstellen.

„Es war nicht mehr möglich, den Laden wirtschaftlich zu betreiben. In den vergangenen zwei Jahren sind die Umsätze immer mehr zurückgegangen“, sagte Boyke im Gespräch mit sport+mode. Das Sportfachgeschäft sei zuletzt nur noch Lückenbüßer gewesen, erklärte sie. „Die großen Artikel haben die Kunden billiger im Internet bestellt, nachdem sie sich bei uns haben beraten lassen. Für uns ist nur noch der Verkauf von Zusatzartikeln wie etwa Ballpumpen übrig geblieben“, erklärte die 62-Jährige. Das Sporthaus Boyke präsentierte sein Sortiment auf 220 Quadratmetern. Neben der Geschäftsführerin arbeiteten zwei Halbtagskräfte im Laden.

Das Kaufverhalten der Kunden hätte sich in den vergangenen Jahren deutlich geändert. Boyke: „Die Klienten vergleichen die Preise im Internet und warten darauf, dass ein Artikel reduziert wird. Dann ist es auch egal, ob es das aktuelle oder letztjährige Modell ist.“ Außerdem seien die Ansprüche der Sportler an das Sortiment enorm gestiegen. „Die Kunden haben den Anspruch, dass sie alles im Laden finden, was sie suchen.“ Verständnis für die Begrenzungen eines stationären Fachhändlers in dieser Sicht sei nicht vorhanden.

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