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Intersport International Victor Duran
Victor Duran

Intersport möchte online stärker werden

Seit dem 1. Januar besetzt der Amerikaner Victor Duran den Posten des Intersport International-CEO in der Schweiz. Wie die Schweizer „Finanz und Wirtschaft“ berichtet, will Duran nun den Onlinehandel der Verbundgruppe forcieren.

Demnach sei es auch der Wunsch des CEO, dass die Intersport-Läden „größer und trendiger werden.“ Duran wird wie folgt zitiert: „Können wir keine attraktiven Onlineshops bieten, werden wir von der Konkurrenz abgehängt.“ Intersport erwirtschafte derzeit gerade mal ein Prozent seines Umsatzes online, während der Durchschnitt in Europa bei zehn Prozent liege, in den USA gar bei 20 Prozent.

Neben den Onlineshops von Amazon, Nike und Adidas beobachte Duran auch Decathlon, das aktuell einen Umsatz von zehn Milliarden Euro generiere, informiert Duran. Intersport erwirtschaftete 2016 einen Umsatz von 11,4 Milliarden Euro, ein Plus von zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit war Intersport unter den Erwartungen von 11,6 Milliarden Euro geblieben. Für 2017 rechnet Duran mit „einem ähnlichen Ergebnis wie 2016“. Der CEO wolle mit einer neuen Website und dem Onlineshop, der kürzlich lanciert wurde, aufholen.

Bereits unter Durans Vorgänger Franz Julen seien die Weichen für ein moderneres Ladenkonzept und eine zentrale Plattform für alle Ländergesellschaften gestellt worden. „Finanz und Wirtschaft“ zitiert Duran: „Ab dem vierten Quartal gehen Dänemark und die Niederlande auf die Plattform, dann folgen weitere Länder.“ Die neuen Intersport-Läden sollen künftig einheitlicher daherkommen. Zudem sei des der Wunsch des Verantwortlichen, dass die Intersport-Läden mit einer Verkaufsfläche „von bis 2.000 oder 3.000 Quadratmetern auch größer werden.“ Kleinere Läden in den Bergen, die hauptsächlich vom Skiverleih leben, sollen bleiben. Bis zum Jahr 2020 soll laut „Finanz und Wirtschaft“ die Hälfte aller Geschäfte umgebaut sein.

Bei der Expansion, die sein Vorgänger Julen noch forciert hatte, wolle Duran nun auf die Bremse treten. Man wolle „im Kerngeschäft Europa und im Onlinebereich stärker wachsen“, Zukäufe seien derzeit kein Thema, berichtet die Zeitung.

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