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Decathlon will Filiale in Mainz eröffnen und baut Distributionszentrum

  • 04.08.2011
  • Handel
  • sport+mode-Redaktion

(jn) Der französische Sportartikeldiscounter ­Decathlon treibt seine Expansion in Deutschland massiv voran. In den kommenden Monaten sollen drei neue Standorte eröffnen: in Bad Kreuznach und Mainz (Rheinland-Pfalz) sowie in Neunkirchen (Saarland).

Derzeit gibt es zwölf Filialen deutschlandweit. In Bad Kreuznach zieht Decathlon in ein bestehendes Gebäude ein, sodass der Verkauf auf 2.500 Quadratmetern voraussichtlich Ende Oktober beginnen kann. Hier wurden etwa zwei Millionen Euro investiert. In Neunkirchen wird neu gebaut, sodass Decathlon hier wahrscheinlich zum Jahresende an den Start gehen kann. Das Unternehmen investiert nach eigenen Angaben etwa sieben Millionen Euro in den Neunkirchner Standort, der eine Verkaufsfläche von zirka 4.000 Quadratmetern bieten wird.

Zudem ist für Anfang 2012 ein Geschäft in Mainz in direkter Bahnhofsnähe geplant. Es handelt sich bei dem Gelände um das alte Postlager. Dies bestätigte Investor Wolfram Richter der Mainzer „Allgemeine Zeitung“ (AZ). Decathlon äußert sich zu den Verhandlungen zurückhaltend: „Es ist noch viel zu früh, etwas Konkretes zu sagen. Generell sind alle größeren deutschen Städt für Decathlon interessant“, teilte eine Unternehmenssprecherin mit. Währenddessen sagte Investor Richter der AZ: „Wir sind in den Schlussverhandlungen. Es gibt keine kontroversen Positionen.“ Decathlon werde in Mainz 3.700 Quadratmeter beziehen, aufgeteilt in Verkaufsflächen und Lagerräume. Allerdings ist hier das letzte Wort von Seiten der Stadt noch nicht gesprochen. Am 18. August werde der Bauausschuss über das Vorhaben beraten, am 31. August der Stadtrat darüber entscheiden. Diese Auskunft gab der Pressesprecher der Stadt Mainz Markus Biagioni sport+mode.

Im Frühjahr 2012 beginnt Decathlon außerdem mit dem Bau seines ersten Distributionszentrums in Deutschland. Das Lager in Schwetzingen, Baden-Württemberg, soll bis Mitte 2013 in Betrieb gehen. Die zentrale Lage im Rhein-Neckar-Dreieck und die Verkehrsanbindung an die Autobahnen A5 und A6 hätten die Sportkette überzeugt, sagt Recep Sari, Expansionsleiter BaWü der Decathlon Deutschland UnternehmensentwicklungsGmbH. Bisher erhielten die deutschen Filialen sowie die Kunden des Onlineshops ihre Ware aus Mulhouse, Frankreich, und Willebroek, Belgien. Das Schwetzinger Lager würde die Verfügbarkeit der Produkte verbessern, heißt es von Decathlon. Zunächst werde eine Logistikhalle mit mindestens 20.000 Quadratmetern gebaut. Weitere Ausbaustufen seien geplant. Langfristig will Decathlon über 40 Millionen Euro in den Standort investieren und anfangs 100 bis 120, in Zukunft 250 bis 300 neue Arbeitsplätze schaffen.

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