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Sport Scheck will durch die SAP-Systemlandschaft schneller und bedarfsorientierter werden. (Foto: Sport Scheck)

Sport Scheck schaltet SAP scharf

Multichannelhändler Sport Scheck will zu 1. Juli alle seine deutschen Filialen auf SAP umstellen. Mit der neuen Systemlandschaft wollen die Münchner auch das Projekt Same Day Delivery voranbringen und ihr Online-Warenangebot vergrößern.

Sport Scheck erhofft sich von der Umstellung „echten Cross-Channel-Vertrieb“, möchte schneller und persönlicher werden, wie es heißt. Mehr als 100 Subsysteme würden dank SAP wegfallen, erklärt Sport Scheck. Bereits Anfang des Jahres hatte der Multichannelhändler schrittweise mit der Implementierung der SAP-Systemlandschaft begonnen. Die Umstellung in Österreich habe bereits problemlos geklappt.


Größeres Warenangebot

„SAP ermöglicht uns eine vertriebslinienübergreifende Rundumbetrachtung des Kunden, einen 360-Grad Blick auf ihn“, sagt Sport Scheck-Geschäftsführer Guido Jaenisch. Beispielsweise könne das Verkaufspersonal auf alle Echtzeit-Kundendaten zugreifen, der Einkauf das passende Produkt zur Verfügung stellen. Der Onlinekunde soll außerdem von einem größeren Internet-Warenangebot und einer schnelleren Auslieferung profitieren. Das Angebot wachse um 40 Prozent auf über 30.000 Artikel, da die kompletten Filialbestände im Onlineshop angezeigt werden, so Sport Scheck. 90 Prozent der Bestellungen könnten künftig am nächsten Tag ausgeliefert werden. „An den Standorten, wo wir eine Filiale haben, wird Same-Day- Delivery möglich sein“, sagt Jaenisch.  


Plattform für Fachhändler

Mit SAP will Sport Scheck künftig auch andere Lieferanten und Händler auf einer neuen Plattform managen. So könnten zum Beispiel spezialisierte Fachhändler auf dieser Plattform - ähnlich wie auf Amazon - Ware verkaufen, erklärt Jaenisch.

Sport Scheck führt derzeit 18 Filialen, für das zweite Halbjahr 2014 und 2015 ist eine zweite Filiale in Berlin, ein Umzug in Mönchengladbach und je eine neue Filiale in Aachen und Düsseldorf geplant. Im Geschäftsjahr 2013/14 erzielte Sport Scheck eigenen Angaben zufolge Umsätze von 320 Millionen Euro.

Bis Ende Juli will Sport Scheck seine komplette Warenhaus-Logistik an den Logistikspezialisten Fiege übergeben, das Lager zieht im Zuge dessen von Burgkunstadt nach Apfelstädt bei Erfurt um. Von hier aus soll die Filialbelieferung in Deutschland und die Endkundenbelieferung in DACH abgewickelt werden.  

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