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Intersport: Wachstum für 2013 prognostiziert

  • 03.01.2013
  • Handel
  • sport+mode-Redaktion

(Ast) Die Verbundgruppe Intersport rechnet auch im Jahr 2013 mit einem Umsatzwachstum. Vorstand Klaus Jost gab auf der Jahresendpressekonferenz des Verbands eine Erlössteigerung von drei Prozent als Ziel aus.

Das Jahr 2013 biete zwar keine Großveranstaltungen wie eine Fußball-WM, die Sportbranche sollte sich nach Ansicht von Jost dennoch in stabiler Verfassung präsentieren. „Wenn man dann noch die Preissteigerung reinrechnet, ist ein Umsatzanstieg von drei Prozent im Jahr 2013 unser Ziel“, sagte Jost. „Wir sind in einem gesättigten Markt. Nicht wie in China, wo Wachstumsraten von zehn Prozent zu erzielen sind und Nachholbedürfnis besteht.“

Umsatzplus im Jahr 2012

Für das Jahr 2012 kalkuliert der Verband mit einem Umsatzplus zwischen drei und vier Prozent, was Gesamterlösen von 2,8 Milliarden Euro entspricht. Das Jahr 2012 sei ein gutes Sportjahr gewesen. Entscheidend für das Wachstum sei der Verlauf des Weihnachtsgeschäfts. „Der Gesamtmarkt im Jahr 2012 wird unserer Einschätzung nach weniger stark wachsen, wahrscheinlich mit 2,6 Prozent, was einem Marktvolumen von 7,80 Milliarden Euro entspricht“, führte der Verbandsmanager weiter aus. Warenhauskonzerne hätten sich mit ihrem Sportangebot 2012 unterdurchschnittlich entwickelt.

Zuwachs durch Wintersport

„Outdoor war auch 2012 unser umsatzstärkster Erlebnisbereich, allerdings hat er seine Wachstumsphantasien verloren. Inzwischen wird beinhart um jede Jacke gekämpft. Aber uns als Intersport macht dieses Segment sehr viel Spaß“, sagte Jost. Die Umsätze der Mitglieder würden im Jahr 2012 voraussichtlich um ein Prozent über dem Niveau des Jahres 2011 liegen.

Multisport sei hingegen der heimliche Riese im Sortiment der Intersportler. In diesem Segment sei Verfügbarkeit ein großes Thema, hiermit könne der Handel punkten. „Unser NoS-System verschafft den Mitgliedern hier Vorteile“, sagte der Vorstand. 2012 würden die Intersportler voraussichtlich vier Prozent höhere Erlöse mit Multisportartikeln erzielen. Winter- und Teamsport hätten das Umsatzplus der Verbandsmitglieder 2012 gesichert. „Der Trikotverkauf hat durch die Fußball-EM profitiert“, sagte Jost. Im Jahr 2011 habe der ausgebliebene Winter seinen Anteil am Umsatzrückgang, in den ersten drei Monaten des Jahres 2012 hätte hingegen genau dieses Segment in einem Winterendspurt gepunktet und die Umsatzrangliste maßgeblich beeinflusst. Das aufgelaufene Plus konnte bis zum Jahresschluss gehalten werden.

Running stark, Funwheel schwächelt

Running habe sich zum Dauerthema entwickelt. „Das geht durch alle Kulturen, alle Regionen und alle Religionen“, unterstrich Jost. Weltweit entfalle zehn Prozent des gesamten Sportmarkts auf Running. „Das klingt vielleicht auf den ersten Blick wenig, ist angesichts der Vielzahl an Sportarten jedoch beeindruckend. In Deutschland ist der Running-Anteil sogar noch etwas höher.“ Ein Einbruch hingegen sei bei Funwheels zu verzeichnen gewesen. Dies liege auch an der demographischen Entwicklung, da die Jugend fehle. „Rollschuhe werden traditionell bei der Einschulung der Kinder gekauft.“ Doch auch fehlende Innovationen setzten dem Markt zu. sport+mode setzt die Berichterstattung in Ausgabe 1/2013 fort.

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