sport+mode hat Sportfachhändler nach ihrer Einschätzung zu multifunktionellen Sportprodukten gefragt. Spielen Umsatzverluste eine Rolle? Welche Ansprüche erfüllen multifunktionelle Produkte? Und wie verkauft man sie?
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Trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen konnte die Head Germany GmbH, Feldkirchen bei München, im Geschäftsjahr 2009 die Erlöse steigern.
Rainer Schramm, Geschäftsführer: „Es ist uns gelungen, den Gesamtumsatz in Deutschland von 36 auf knapp 39 Millionen Euro zu steigern. Ein Plus von nahezu 7,5 Prozent.“
Zu diesem Ergebnis trug der Wintersport laut Head mit einem Zuwachs von gut elf Prozent einen Großteil bei. Der Umsatz dieses Geschäftsbereichs erhöhte sich von rund 20 auf 22,5 Millionen Euro. Aber auch der Sommersport wies ein Plus auf, das bei rund 6,5 Prozent lag.
Durchschnittspreise angehoben
Head konnte seine Verkäufe bei Alpinski im Zeitraum Januar bis Dezember 2009 im schwierigen deutschen Markt auf hohem Niveau stabil halten und seine Markposition festigen. Besonders erfreulich sei, dass der Durchschnittspreis um rund drei Prozent angehoben werden konnte. Bei Skischuhen konnte Head laut Schramm den Abstand zum Marktführer weiter verringern. Head verbuchte bei Skischuhen ein Plus von 13,5 Prozent mit einem um rund acht Prozent höheren Durchschnittspreis. Bindungen der Marken Head und Tyrolia verbuchten ein Plus von zwei Prozent.
Umsatztreiber Helme
Sehr gut stellt sich die Situation laut Head bei Snowboards, Schuhe, Bindungen, Helme und Protektoren dar. Das Gesamtsegment wuchs 2009 um rund 70 Prozent. Snowboards wiesen ein Plus von elf Prozent, Schuhe von zwölf Prozent auf. Zu einem wichtigen Umsatzträger entwickelten sich Helme, von denen Head rund 55.000 Stück absetzen konnte. Schramm geht dauerhaft von einem Gesamtmarkt von 1 bis 1,2 Millionen Stück aus und sieht gute Chancen, langfristig einen Marktanteil von zehn Prozent zu erobern.
Zuwächse im Sommersport
Im Sommersegment hätte die Einführung der neuen Racket-Linien Speed und Radical erste Erfolge gezeigt. Der Umsatz mit Schlägern und Accessoires in einem rückläufigen Markt konnte um mindestens drei Prozent gesteigert werden, die Erlöse mit Bällen wuchsen um sechs Prozent. Die junge Produktgruppe Footwear hätte den Verkauf an den Handel verdoppeln können. Badminton verbuchte einen Zuwachs von sieben Prozent.
Vorsichtiger Optimismus
Was die bevorstehende Saison 2010/11 betrifft, gibt sich Schramm vorsichtig optimistisch: „Der Fachhandel hat nach unserer Erfahrung im Vorjahr punktgenau geordert und war bei gutem Absatz in bestimmten Produktbereichen ausverkauft. Eine Reaktion sehen wir in deutlich höheren Ordereingängen um bis zu 20 Prozent bei Winterware.“ Was den Sommer betrifft, liege die Vororder des Handels im Durchschnitt aller Produkte sogar um 28 Prozent über dem Vorjahresvolumen.
(07.02.10)