
14Ϫ2011 sportϩmode Spezial 17 Erhöhter Stammrabatt Der Teamsportmarkt habe sich grundlegend geändert, blickte der Geschäftsführer zu- rück. „Noch vor zehn Jahren betrug der maxi- male Stammrabatt zehn Prozent, mittler- weile sind bis zu 20 Prozent möglich“, sagte Solleder. Wichtig sei hier, dass der Außen- dienst in einer guten Kommunikation mit dem Handel stehe. Durch zunehmenden Wettbewerb seien „extreme Konditionen“ entstanden. „Das hat sich hochgeschaukelt“, suchte er nach Gründen für die momentane Situation. Der Handel müsse erkennen und aktiv darauf hinweisen, dass Erima-Produkte andere Merkmale außer dem Preis hätten. Beispielsweise das überdurchschnittlich gute Preis-Leistungsverhältnis. „Erima gibt für seine Linien immer gute UVP, auch im Hinblick auf die Langlebigkeit unserer Pro- dukte“, betonte Solleder. Auch Erimas Online-Präsenz für die Händler habe sich in den vergangenen zwei Jahren enorm verbessert, alles im Sinne der Bedie- nerfreundlichkeit. So gibt es beispielsweise einen Live-Verfügbarkeits-Check. Eine Funk- tion, die laut Solleder immer wieder in den Gesprächen mit dem Handel gelobt werde. Apropos Kommunikation: Geschäftsführer Solleder legt großen Wert auf eine entspre- chende Ansprache sowie auf Werbung und fand, dass das Medium Fernsehen für Erima perfekt sei. Also investierte er eine „größere Summe“ – keine leichte Entscheidung, ver- sicherte er sport+mode – und veranlasste einen Spot unter dem Firmenslogan „Ge- meinsam Gewinnen“. Die Investition habe sich bereits gelohnt, sagte Solleder. „Unsere Markenbekannheit wuchs, wir bekommen oft Lob durch unseren Außendienst vermittelt“, erzählte er. Diesen Umstand verdanke Erima unter anderem des durchdachten und gezielten Sendeplatzes – sowohl rund um die Sport1-Fußballsendung „Hattrick“ als auch um die Handball-Bundes- liga werde der Spot vorerst ein Jahr lang gezeigt. „Wir haben damit eine super Abde- ckung in den beiden Hauptteamsportarten“, zeigte sich Solleder sehr zufrieden. Zudem sticht ein anderer Trumpf: Die Fernsehprä- senz sei für ein mittelständisches Unterneh- men wie Erima ein Alleinstellungsmerkmal. Zu 99 Prozent lieferfähig Angesprochen auf die angespannte Situati- on in Fernost in puncto Lieferfähigkeit – immerhin der wichtigste Faktor für einen Teamsportler wie Erima – reagierte Solleder entspannt: „Es gab kleinere Probleme, ja. Aber die Situation wird meiner Einschätzung nach immer besser dort, das haben wir im Griff.“ Zeitweise sei Erimas Lieferfähigkeit runter auf 95 Prozent, was nicht optimal gewesen sei. Anfang 2012 will das Unter- nehmen wieder 99 Prozent erreichen. Dann werde die Ware innerhalb von 48 Stunden beim Kunden sein. „Das ist unsere Chance, sich von der Konkurrenz abzusetzen“, sagt Solleder. Möglich machten dies gute Lieferanten aus der Türkei und Osteuropa. Auch unter diesem Aspekt betonte Solleder, dass die aktuellen Teamsportlinien genug seien und keine weiteren hinzu kämen. Ra- zor-, Alpha-, Chicago-, Shooter-, Nano- und Scorer-Line sind zurzeit Erimas Teamsport- kollektionen. Ab März 2012 kommt eine sieb- te Linie hinzu, wobei die Nano- und die Sco- rer-Line ab Januar 2012 als Auslaufmodelle geführt werden. Einer Sache ordnet der Teamsportexperte alles unter und formuliert es kurz und knapp in zwei Wörtern: „Haupt- sache verfügbar!“ Verbesserungswürdig ist für Solleder die ak- tuelle Teamsport-Messe-Situation. „Eine gut Fachhandelstreue ist uns extrem wichtig, der Sport- fachhändler unser wichtigster Partner. Der TV-Spot ist für uns eine ganz große Geschichte. frequentierte Messe, konzentriert auf zwei, drei Tage wäre schon wichtig in diesem Bereich“, überlegte er laut. Seit Ende März gehört Erima zu den Sport 2000 Teamsport- Profis. „Ein guter Ansatz ist es, die Team- sportler in einer ‚normalen‘ Messe zu integ- rieren“, findet Solleder. Allerdings sei hier eine klare Positionierung, also eine separate Teamsportmesse, wünschenswert, ja sogar „sehr wertvoll“, sagte der Geschäftsführer. Ziel: Erste Liga! In Deutschland sieht sich die Marke mit dem markanten Grün „demnächst“ wieder bei einem Traditionsverein in der Ersten Fußball- bundesliga. Schon im nächsten Jahr werde man hier wieder einsteigen. Aktuell stattet das Unternehmen keinen Bundesligaclub aus; die Torhüter Max Grün (SpVgg Greuther Fürth), Philipp Tschauner (FC St. Pauli) und Robert Almer (Fortuna Düsseldorf) sind der- zeit die Aushängeschilder in der Zweiten Fußballbundesliga. Generell sieht Solleder Wachstumspotenzial in allen Ländern, in denen die Marke bereits präsent ist. Und obgleich der Umsatz im Juli und August stark gewachsen ist, freut sich der Erima-Geschäftsführer auf die kommen- den Monate: „Das ganz große Geschäft kommt noch. Zwischen Juli und Dezember machen wir immer den größten Umsatz. Bis- her sieht es echt gut aus!“ Seit dem 1. Sep- tember bereits versorgt Erima den Fach- handel mit diversen Weihnachtsaktionen. Der frühe Vogel fängt eben den dicksten Wurm. jal Dominik Solleder berichtete gut gelaunt von einem 20-prozentigen Umsatzplus im Juli und August dieses Jahres