Fahrradbekleidung und -zubehör zählen zu den Umsatztreibern im Sportfachhandel. Dazu gehören auch Fahrradrucksäcke. sport+mode hat Hersteller zu ihren Produktneuheiten und zu allgemeinen Entwicklungen der Radbranche befragt.
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Früher waren die Wanderer noch mit Holzstock, ledernen Knickerbockern und analoger Kamera unterwegs. Heute hat die Technik Einzug in den Alltag und in die Freizeitgestaltung gehalten. So gehören immer mehr mobile technische Geräte zur Ausstattung eines Outdoorers
Egal ob Digitalkamera, Unterhaltungsmedien wie beispielsweise ein MP3-Player oder auch wesentlich wichtigere Hilfsmittel wie Mobiltelefon, Stirnlampe oder GPS-Gerät – alle brauchen Strom. Letztere bieten Hilfe und Orientierung im Notfall oder sind auf „normalen“ Touren für viele nicht mehr wegzudenkende Accessoires.
Doch die Stromversorgung war bisher oft ein Dilemma. Nahezu jedes Gerät benötigt ein eigenes Ladekabel, dazu Strom aus der Steckdose oder es verschlingt unzählige Batterien. Auch hochwertige Akkus stoßen bei häufigem und intensivem Gebrauch an ihre Grenze. Findige Hersteller haben sich der Problematik angenommen. Kleine mobile Solarladestationen, die nahezu überall einsetzbar sind, sind die Antwort der Industrie auf den Schrei nach Energieversorgung.
Mobile Stromversorgung, einfach aufgeklappt und in die Sonne gelegt oder auch auf den Rucksack montiert, sollen die dringend benötigte Energieversorgung abseits der Zivilisation gewährleisten. Egal wo und egal wann, ob auf längeren Touren oder zu lang geratenen Kurztrips. Für Puristen mit Sicherheit nicht so wichtig, für andere, die auf Komfort und ein zusätzliches Maß an Sicherheit nicht verzichten wollen, spielen die von der Industrie so genannten tragbaren Energieversorger eine größere Rolle. Dabei sind sie nicht nur praktisch sondern auch ökologisch: Mit dem Einsatz von Solarladegeräten leistet der Nutzer einen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz. Die Solaranlagen laden GPS-Geräte, Mobiltelefone oder die Kamera regenerativ und emissionsfrei. Zusätzlich wird die Gefahr wenig verantwortungsbewusster Outdoorer, die nicht selten Einwegbatterien während ihrer Tour entsorgen oder besser gesagt einfach der Natur überlassen, so gut wie ausgeschlossen.
Damit diese kleinen Kraftwerke für viele Geräte einsetzbar sind, liefern die Hersteller oft eine ganze Armada an Steckern und Adaptern für die unterschiedlichsten Geräte mit. Grundsätzlich kann sich jeder die Energiebereitstellung eines portablen Solarladegeräts selbst ausrechnen. Laut Information des ZSW – Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden Würtemberg – liefern Solarpanels bei voller Sonneneinstrahlung zirka ein Kilowatt pro Quadratmeter. Darüber hinaus sprechen die Spezialisten gerne vom Wirkungsgrad der Solarzellen. Je nach Sonneneinstrahlung variiert dieser. Will der Outdoorer sein Solarladegerät beispielsweise in einer Hütte einsetzen und legt dieses ans Fenster, beträgt der Wirkungsgrad fünf bis zehn Prozent. Dabei setzen die Hersteller auf unterschiedliche Systeme. Die einen sind klappbar, die anderen lassen sich leicht zusammenrollen. Wieder andere sind fix und fertig, verfügen aber über eine geringere Fläche zur Aufnahme der Sonnenstrahlen. Um die Fläche der Solarzellen zu vergrößern, lassen sich manche Geräte in Reihe schalten, das heißt, sie werden mittels Stecker miteinander verbunden und erreichen somit einen größeren Wirkungsgrad. Auch setzen verschieden Rucksackhersteller auf den Ökostrom und bieten direkt integrierte Solarpanels an.
Unterschiedlich ist auch die Nutzung. So verfügen viele Geräte selbst über Akkus, eine Art Zwischenspeicher und dienen als kleines Energiekraftwerk, um Strom zu liefern, wann immer er notwendig ist. Ferner liefern die kleinen Energiebündel aber auch Strom für den direkten Betrieb, um beispielsweise die Stand-by-Zeit eines Handys zu verlängern. Eines ist allen gemein. Die Solarladegeräte, oder zu englisch Solarcharger, sind für den mobilen Einsatz konzipiert. Sehr leicht im Gewicht, robust, wasserdicht sowie einfach verstaubar für den Transport und dank Ökostrom umweltfreundlich.