Im Frühjahr starten wieder zahlreiche Lauffans mit ihrem Training. Pulsuhren sind dabei praktische Trainingsbegleiter als auch wichtige Trainingshilfen. Eine Übersicht über die aktuellen Modelle finden Sie hier
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Das Team von sport+mode hat auf der Ispo viele Eindrücke gewonnen: Wir haben nach Trends Ausschau gehalten, die Messestimmung erfühlt und uns Produkte erklären lassen. Folgende sechs Trendthemen haben unserer Ansicht nach – ohne Anspruch auf Vollständigkeit – die 70. Ispo maßgeblich bestimmt
Auf und abseits der Piste wird es knallig bunt. Dabei lassen sich die klassischen Skimarken nach wie vor gut von der trendigen Snowboardbekleidung unterscheiden. Unter den Skifahrern dominiert Einfarbigkeit, aber die dafür umso brillanter. Selbst alteingesessene Hersteller wie Schöffel oder Salomon bringen strahlende Farben. Die Palette reicht von prachtvollen Beerentönen wie Lila, Rot und Pink für Frauen, über eisiges Gletscherblau, giftiges Neongrün bis hin zu grellem Quietschgelb. Der Kombination von Jacke und Hose sind keine (Geschmacks-)Grenzen gesetzt; so wird etwa das limettengrüne Oberteil zum leuchtend orangenen Beinkleid getragen. Noch kräftiger und edler wirken die Farben durch den Glanzeffekt, den viele Textiliten ihren Jacken verpassen. Kontrastfarbene Reißverschlüsse sind mittlerweile ein Muss und erleichtern die Kombinierbarkeit verschieden farbiger Teile – perfektioniert hat dieses Konzept Norrona. Bei Boardwear sind zum einen Jacken mit klotzigen geometrischen Colourblocks gemeinsam mit einfarbigen Hosen angesagt, zum Beispiel Quiksilver. Zum anderen finden sich nach wie vor All-over-Drucke auf Ober- und Unterteil, beispielsweise Fotoprints oder grafische Drucke.
Kinder rückt die Sportartikelindustrie als eigene Zielgruppe immer stärker in den Vordergrund. Auf der Ispo 2010 fiel dies zum einen bei funktioneller Wintersportmode auf. Premieren feiern zum Beispiel Zimtstern, Maier Sports und Kjus in der Saison 2010/11 mit ihren Kinderkollektionen. Zimtstern gewann mit seiner Stars Collection den Ispo Boardsports Award in der Kategorie Kid‘s Products. Die Kollektion ist speziell auf die Bedürfnisse von Acht- bis 14-Jährigen ausgerichtet. Sie umfasst drei Snowboardjacken und zwei Hosen für Jungen und zwei Jacken sowie eine Hose für Mädchen. Maier Sports bietet die Kinderskihosen in verschiedenen Passformen, das heißt in Beinlänge und Taillenweite verstellbar. Die Junior Collection von Kjus ist mit den selben Hightec-Materialien ausgestattet wie die Modelle für Frauen und Männer, zum Beispiel Primaloft-Isolierung und Dermizax-Membran. Bei Ski und Snowboards betreiben einige Anbieter Nachwuchspflege, indem sie neue Rockermodelle für Kids bringen. Von Burton gibt es ein After School Special, ein Set mit Board, Boot und Bindung in den Längen 80 bis 100 Zentimeter. Auch bei Schutzausrüstung kommen die Kleinen optisch auf ihren Geschmack, wie zum Beispiel bei der Kombi aus Tag Helm und Grade Goggle von Giro.
Kompressionsbekleidung beim Sport oder zur besseren Regeneration nach dem Sport ist mittlerweile ein Dauerthema. Zwar ist das Prinzip in der Medizin ein altbekanntes – wer kennt nicht den guten alten Stützstrumpf. Aber im Sportfachhandel noch relativ neu und dem Kunden gegenüber vor allem erklärungsbedürftig. Die klassischen Anbieter sind X-Bionic, 2XU, Skins, Under Armour und Cep; zum erweiterten Kreis zählen The Mobile Society und Smartwool. Gradiente Kompression soll die Blutzirkulation verbessern, den Sauerstofftransport zu den Muskeln erhöhen und sich positiv auf Kraft, Ausdauer und Regeneration auswirken. Eine zusätzliche Wirkung ist der Kühlungseffekt, denn das Spezialgewebe fördert die Schweißverdunstung und verbessert das Temperaturmanagement. Das Produktangebot beschränkt sich nicht mehr nur auf Kompressionssocken, zum Beispiel von Cep, die es mittlerweile in knallig bunten Farben gibt. Auch lange, kurze und 3/4-Tights sowie Lang- und Kurzarm-Shirts, Tanktops und Singlets, Ärmlinge und Beinlinge finden bei ambitionierten Ausdauersportlern wie Triathleten, Läufern und Radfahrern, aber auch Teamsportlern Anklang. Die Produkte gibt es für Sommer und Winter in verschiedenen Wärmequalitäten, wie zum Beispiel die neue Snow-Thermal-Linie von Skins aus Hohlfaser.
Das Thema Schutz und Sicherheit beim Wintersport hat sich fest im Sportfachhandel etabliert. Die größte Rolle spielt dabei der Skihelm. Und den Absatz an Skihelmen ließ der Althaus-Unfall regelrecht explodieren. Auch für die Saison 2010/11 rechnen die Unternehmen damit, dass sich der Trend fortsetzt. Allerdings verschieben sich die Ansprüche der Kunden und die Unternehmen haben ein entsprechendes Angebot für 2010/11: Der Skihelm in Schwarz hat ausgedient; er gilt nun als modisches Accessoire; das Helmdesign ist bestimmt von farbenfrohen Mustern und grafischen Elementen; weitere Hingucker sind Lederüberzüge, Frontschild oder Ohrenpads, zum Beispiel mit Kunstfell. Hier rücken die Hersteller vor allem die Zielgruppe Frau in den Mittelpunkt, nicht nur hinsichtlich Design, sondern auch bei der speziell weiblichen Passform. Damit der Helm gleichzeitig stoßfest und leicht ist, hat sich als Standard die Inmould-Konstruktion etabliert. Mit der Monocoque-Konstruktion will beispielsweise Alpina den Skihelm noch sicherer machen. Das Prinzip: Bei einem Sturz verteilt das Innengerüst die einwirkenden Kräfte auf die gesamte Struktur des Helms. Auch das Bedürfnis nach mehr Schutz für den Körper wird mit einem großen Angebot an Rückenprotektoren bedient, zum Beispiel von Uvex und vielen mehr. Weiterentwickelt haben sich in dem Zusammenhang Rucksäcke mit integriertem Rückenschutz, zum Beispiel der Descentor EXP 22 von Deuter. Ein sicherer Tritt ist im Winter ebenfalls von Vorteil. Daher haben sich die Schuhsohlenspezialisten Neues einfallen lassen, wie die Icetrek-Sohle von Vibram, die Snowpark Iceclaw Gummisohle von Kamik oder die Icegrip- und Icebug-Sohle von Hanwag, um nur wenige zu nennen.
Wärmeisolation ist das Schlagwort des Winters 2010/11. Besonders erstrebenswert für den Winter- oder Outdoorsportler sind leichte Materialien mit hoher Wärmeleistung und maximaler Bewegungsfreiheit. Als Dauerbrenner haben sich die ultraleichte Microfaser Primaloft und die Fleece-Qualitäten von Polartec etabliert. Die Naturfaser Daune erlebt in Verbindung mit wetterfesten Außenmaterialien ein regelrechtes Comeback. Primaloft hat die Variante Infinity ursprünglich zur Verarbeitung in Schlafsäcken entwickelt. Mittlerweile haben auch Bekleidungshersteller, wie zum Beispiel Spyder, die Vorteile von Primaloft One und Primaloft Sport erkannt und als Füllmaterial in ihre wattierten Skijacken eingebaut: Die Endlosfaser ist bauschiger, aber gleichzeitig zu 20 Prozent komprimierbarer als vergleichbare Produkte. Viele der Jacken kommen mit Steppnähten, was eine feminine Figur macht und nicht aufträgt; schließlich will man – und vor allem frau – nicht aussehen wie ein Michelin-Männchen, das sich in den Schnee verirrt hat. Neben den warmen und leichten Funktionsmaterialien gibt es andere Wärmelösungen, zum Beispiel Omni Heat von Columbia, eingearbeitete Heizelemente (z.B. Kjus), Silber-, und Aluminiumbeschichtungen oder der Einsatz von Ionen und Infrarot (z.B. Lafuma).
Naturfasern sind wieder auf dem Vormarsch und beliebt wie nie zuvor, allen voran Daune und Merinowolle. Denn neben Funktion wollen Sportler nicht auf Tragegefühl verzichten. Die Vorteile von Daune liegen auf der Hand: Die dreidimensionale Struktur schließt mehr Luft ein, was zu einer starken Wärmeisolation führt. Zudem ist Daune elastisch und hoch atmungsaktiv. Ihr einziger Nachteil, dass sie bei Nässe ihre Wärmeleistung verliert, wird durch moderne Technologien wettgemacht. Zum Beispiel durch die Verbindung mit wasserabweisendem und winddichtem Nylon-Außenmaterial wie beim Daunenhandschuh von Ziener. Einen absoluten Boom im Sportfachhandel erfährt derzeit Sportwäsche aus Wollgemischen. Vor allem die Wolle der neuseeländischen Merino-Schafe hat sich als ernsthafte Konkurrenz zu synthetischen Fasern etabliert. Vorreiter ist hier klar das neuseeländische Unternehmen Icebreaker, das in der Saison 2010/11 erstmals ein Fleece aus 100 Prozent Merinowolle präsentiert; Wäsche mit Wollgemisch gibt es unter anderem auch bei Löffler, Falke, Smartwool und Apani. The Mobiel Society verarbeitet zum Beispiel in der Linie Angora Plus mittels Doppelstrickverfahren natürliches Angora außen mit synthetischem Polyamid innen.