OutDoor 2012: Zuspruch trotz Skepsis


Die OutDoor 2012 hat ein minimales Besucherplus verbuchen können: 21.730 Fachbesucher kamen vom 12. bis 15. Juli auf das Messegelände (2011: 21.520 Besucher)

Vor der Messe gab es einen gewissen Grad an Skepsis, wie sich die aktuelle wirtschaftliche Verzögerung auf die OutDoor auswirken könnte“, bilanzierte Mark Held, Geschäftsführer der European Outdoor Group (EOG), die 19. Auflage der Bodensee-Messe. „Nun wissen wir: Die wirtschaftlichen Zeiten sind zwar hart, jedoch hat die Outdoorindustrie bewiesen, dass sie belastbar, vorausschauend und noch immer voller Enthusiasmus ist. Am Ende steht eine OutDoor, die genauso lebhaft, dynamisch und aufregend war wie immer und eine fantastische Besucherzahl“, zeigte sich Held zufrieden. 907 Aussteller waren präsent (2011: 890).

Hohe Internationalität

Einmal mehr hob Messe-Geschäftsführer Klaus Wellmann die Internationalität der Veranstaltung hervor. „Importeure, Fachhändler und Medienvertreter aus allen Kontinenten sorgten dafür, dass die OutDoor ihrem Ruf als internationale und wichtigste Messe der Branche gerecht wurde“, erklärte er. 67 Prozent der Fachbesucher reisten laut Messe Friedrichshafen aus dem Ausland an. Während die OutDoor zum einen die Wirtschaftskraft des Natursports in Form eines vielfältigen Produktangebots dokumentierte, zeigte sie zum anderen, dass Outdoor Lebenseinstellung und Lifestyle ist. Zudem untermauerten die Veranstalter ihren Stellenwert als Kongressmesse: Mehr als 100 messebegleitende Konferenzen, Seminare und Workshops habe das Rahmenprogramm den Besuchern und Medienvertretern (1.019) geboten.

Nächstes Jahr Jubiläum

Die Fachbesucher-Umfrage der Messe kon­statiert, dass 86 Prozent der Besucher den Stellenwert der Veranstaltung als sehr wichtig oder wichtig einstufen. Die konjunkturelle Situation des Outdoormarktes bewerten 43 Prozent mit steigender und 39 Prozent mit gleichbleibender Tendenz. 85 Prozent der Gäste waren sich zum Messeschluss 2012 ­sicher, dass sie auch die 20. OutDoor im kommenden Jahr besuchen werden. Diese Jubiläumsveranstaltung findet vom 11. bis 14. Juli 2013 statt.

Stimmen zur Messe:

„Die Messe ist emotional, authentisch, partnerschaftlich – klasse, wie immer!“
Bernd Kullmann, Deuter

„Die OutDoor ist für uns vom gesamten Verlauf positiv zu bewerten. Es ist offensichtlich, dass der traditionelle Outdoorfachhandel stabile Umsätze macht und auch weiterhin machen wird. Wir ­denken, dass eine erfolgreiche Zukunft immer im Zusammenspiel zwischen ­Industrie und Fachhandel liegt. “
Andreas Schechinger, Tatonka

„Es ist zwar momentan in der ganzen Branche eine gewisse Unsicherheit zu spüren, wir sind jedoch davon überzeugt, dass diese nur von kurzer Dauer ist und Outdoor weiterhin ein Mega-Trend bleibt.“
Rolf Schmid, Mammut

„Die Erwartungen sind mehr als erfüllt. Wir haben eine sehr hohe Kunden­frequenz, national und international und freuen uns über die starke Nach­frage.“
Bernd Taube, Bergans

„Wir sind wie jedes Jahr sehr zufrieden. Die Frequenz und die Qualität der Kunden sind sehr zufriedenstellend und vergleichbar mit letztem Jahr. Die Resonanz auf unsere Innovationen für die Kollek­tion 2013 ist überaus positiv. Bei den Umsatzzahlen pendeln wir uns auf dem Vorjahresniveau ein.“
Christian Baumgärtner, Meindl

„Für die Outdoorbranche insgesamt ist 2012 ein herausforderndes Jahr und deshalb haben wir mit Spannung die 19. OutDoor erwartet. Deutschland ist Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit und wir freuen uns, dass auch in anderen europäischen Ländern dieser Gedanke immer wichtiger wird.“
Antje von Dewitz, Vaude

„Der Handel ist auf der Suche nach Innovationen. Unsere neuen Technologien sind sehr gut aufgenommen worden und wir haben guten Zuspruch von unseren A-Kunden erhalten. Der Outdoormarkt ist für uns nicht stagnierend. Für Veränderungen, neue Technologien, Innovationen sehen wir immer Platz für kleinere Wachstumsraten.“
Stefan Gmeiner, Columbia

„Für Keen als globale Marke bietet die OutDoor eine sehr attraktive Plattform. Wir hatten eine super Besucherfrequenz am Stand und sind sehr zufrieden. Einen Rückgang des Outdoor-Hypes spüren wir nicht, was sicherlich auch daran liegt, dass wir das Thema breiter definieren und uns als Marke mit großem Spaßfaktor immer wieder neu erfinden.“
Thomas Lange, Keen

„Die diesjährige OutDoor ist für uns erneut eine gute Messe und wir haben viel positiven Zuspruch von unseren Kunden bekommen. Der Handel hat erkannt, dass wir nicht nur unseren Messeauftritt komplett erneuert haben, sondern auch fast zwei Drittel unserer Kollektion.“
Michael Rupp, Jack Wolfskin

„Trotz verhaltener Stimmung in der Outdoorbranche waren die Reaktionen und Gespräche bei uns sehr positiv. Es ist weiterhin Zug in der Branche. Die Qualität der Kontakte ist gestiegen, vor allem in Bezug auf die Internationalität. Insgesamt herrschte hohe Zufriedenheit und der Ausblick auf 2013 ist sehr positiv.“
Michael Dörner, Merrell

„Wie immer haben das Team der Messe Friedrichshafen und die Bevölkerung der Region die Outdoor-Community mit ihrer üblichen Wärme und Freundlichkeit empfangen. Man kann sagen, dass sich unsere Industrie hier zu Hause fühlt.“
David Udberg, EOG