Insolvenzverfahren 09.04.2024, 15:07 Uhr

Entscheidung um Galeria Karstadt Kaufhof: Kommt Richard Baker zurück?

Aktuellen Medienberichten zufolge soll der US-amerikanische Ex-Kaufhof-Eigentümer Richard Baker den Zuschlag für Galeria erhalten haben. Die Unterzeichnung der Verträge wird zeitnah erwartet!
(Quelle: Galeria)
Das Schicksal des insolventen Warenhauskonzerns Galeria Karstadt Kaufhof scheint entschieden: Laut Medienberichten soll der US-Investor, Richard Baker, den Zuschlag für die 92 Warenhäuser erhalten haben. Galeria-Insolvenzverwalter Stefan Denkhaus habe den Gläubigerausschuss am Montagabend informiert. Weiterhin soll zu dem Konsortium, das Galeria übernehmen will, auch der ehemalige Kaufhof-Aufsichtsratsvorsitzende Bernd Beetz gehören. Die Unterzeichnung der Verträge für den Kauf von Galeria wird zeitnah erwartet. Die endgültige Entscheidung über die Übernahme durch einen neuen Eigentümer obliegt jedoch der Gläubigerversammlung im Mai.
Baker, Eigentümer der Investmentgesellschaft NRDC Equity Partners, der auch ein Großteil des Warenhausunternehmens Hudson Bay Company (HBC) gehört, ist kein Unbekannter. 2015 übernahm Barker über HBC Galeria von der Metro. Obwohl die Signa-Gruppe, als Karstadt-Eigentümer unter René Benko, damals ebenfalls Interesse zeigte, erhielt sie keinen Zuschlag. Zum Zusammenschluss von Kaufhof und Karstadt kam es erst 2018, anfangs als Warenhaus-Joint-Venture zwischen Signa und HBC, wobei Signa die Mehrheit hielt. Benko übernahm später die gesamte Kette und HBC zog sich aus Europa zurück.
Nun könnte Baker eine Schlüsselrolle bei der Rettung der Warenhauskette spielen. Die Insolvenz von Galeria Karstadt Kaufhof ist das dritte Verfahren für das Unternehmen. 2020 während der Pandemie hatte Galeria sein erstes Insolvenzverfahren durchlaufen, gefolgt von einem zweiten im Jahr 2023. Aufgrund der finanziellen Probleme der österreichischen Signa-Gruppe geriet der Konzern nun erneut in wirtschaftliche Schwierigkeiten.




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